Der Drohnenhersteller Stark Defence hat Uwe Horstmann zum Chief Executive Officer gemacht. Zum Antritt hob der CEO die außergewöhnlichen Eigenschaften der jungen Firma hervor.

Der Investor Uwe Horstmann ist neuer CEO des Rüstungsherstellers Stark Defence. Das Start-up, das der Ukraine die Kamikazedrohne „Virtus“ liefert, erklärt in einer Pressemitteilung, Horstmann leite in seiner Führungsrolle „eine neue Phase des Wachstums“ ein: Stark Defence erweitere seine Produktionskapazitäten und das Produktportfolio insbesondere um Systeme mit größeren Reichweiten. Zudem will das junge Unternehmen die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern vorantreiben.

Starks unbemanntes System „Virtus“ gehört in die Kategorie der sogenannten Loitering Munition. Diese mit Sprengköpfen ausgestatteten Drohnen können über einem Gefechtsfeld kreisen und auf gegnerische Ziele gesteuert werden, auch in einem Verbund mit komplexen Aufklärungssystemen. Derzeit läuft eine Erprobungsphase des Systems in der Bundeswehr.

Stark Defence verfolge „die richtige Mission“

Er habe in Europa viele Unternehmen aufgebaut und begleitet, sagt der 39-jährige Horstmann der Mitteilung zufolge, keines jedoch sei so außergewöhnlich wie Stark Defence. „Kein anderes Team verbindet so viel Tempo, Talent und Entschlossenheit, Europa zu schützen“, so Horstmann. „Das ist das richtige Team, die richtige Mission und der richtige Moment.“

„Zeit zum Handeln“: Stark-CEO Uwe Horstmann. Foto: LinkedIn/Uwe Horstmann

Seit der Firmengründung im Jahr 2024 hat Stark Defence seine Loitering Munition „Virtus“ in der Ukraine eingesetzt. Stark hatte auch unbemannte Boote („Vanta“) bei einer NATO-Übung vorgestellt. Alle Entwicklungen werden über das KI-gestützte Missionsführungssystem „Minerva“ betrieben. Das Unternehmen erklärt, damit sei ein koordinierter Einsatz unbemannter Systeme an Land, in der Luft und auf See möglich.

Horstmann ist Mitgründer von „Project A“, einem Risikokapitalfonds. Er ist Reserveoffizier, seine Wirtschaftskarriere hat er 2007 bei Rocket Internet begonnen. „Die sicherheitspolitische Lage macht deutlich, dass jetzt die Zeit zum Handeln ist“, fordert Horstmann. „Europa braucht eigene industrielle Stärke, um unbemannte Systeme schnell, kosteneffizient und in großer Stückzahl bereitzustellen.“

fpf