Das Rüstungs-Start-up Helsing hat Johannes Boie in sein Marketing-Team geholt. Der 41-jährige Journalist verstärkt das Unternehmen seit dem 1. August als Chief Marketing Officer (CMO). Das geht aus einer Mitteilung der Münchner Firma hervor.
„Johannes Boie verbindet technologisches Verständnis mit publizistischer Exzellenz und strategischem Denken“, sagen die Helsing-CEOs Torsten Reil und Gundbert Scherf zu der Top-Personalie. „Er bringt die Fähigkeit mit, Helsing als Technologieunternehmen verantwortungsbewusst und kraftvoll zu positionieren, auch in der gesellschaftlichen Debatte.“
In seiner neuen Rolle soll Boie das Marketing von Helsing strategisch steuern. Zudem trage er von jetzt an die Verantwortung für die Kommunikationsabteilung des Unternehmens.
Boie sieht „eine der spannendsten Aufgaben unserer Zeit“
Boie ließ sich zu seinem beruflichen Seitenwechsel wie folgt zitieren: „Helsing steht für technologische Souveränität und demokratische Resilienz. Es ist eine der spannendsten Aufgaben unserer Zeit, diese Themen zu vertreten.“
Boie zählt zu den profiliertesten Journalisten des Landes. Er begann seine Karriere als Volontär und Head of Digital Production bei der „Süddeutschen Zeitung“, von März 2019 bis Oktober 2021 war er Chefredakteur der „Welt am Sonntag“ und von Oktober 2021 bis April 2023 Chefredakteur der „Bild“-Zeitung.
Boie lässt publizistische Tätigkeiten ruhen
Im Oktober 2024 begann der Journalist eine Tätigkeit als freier Autor bei der Deutschland-Ausgabe der „Neuen Zürcher Zeitung“ (NZZ). Boie bringe breite Erfahrung aus Medien, Technologie und strategischer Kommunikation mit, schreibt Helsing in der Mitteilung. „Er arbeitet in Berlin als Berater, Gründer einer Softwarefirma und als Publizist.“
Auf Nachfrage dieser Redaktion stellte Helsing klar: „Um Interessenkonflikte zu vermeiden, hat er seine publizistischen Tätigkeiten – insbesondere bei der NZZ – beendet.“
Das Münchner Unternehmen wurde erst 2021 gegründet, gehört aber bereits zu den am höchsten bewerteten Start-Ups Europas. Helsing entwickelt KI-basierte Software und Hardware „zum Schutz westlicher Demokratien“.
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