Mit der Unterzeichnung der Technischen Vereinbarung hat sich Dänemark dem multinationalen CAVS-Programm (Common Armoured Vehicle System) angeschlossen. Einer Patria-Mitteilung vom 1. April zufolge plant Dänemark, die nächsten Ausführungsphasen des Programms in Angriff zu nehmen.
„Patria begrüßt die rasche Entscheidung Dänemarks, dem CAVS-Programm beizutreten“, sagte Mats Warstedt, Senior Vice President, Market Area Nordics von Patria. „Das CAVS-Programm, das durch das EU-Gesetz zur Stärkung der europäischen Verteidigungsindustrie durch gemeinsame Beschaffung (EDIRPA) unterstützt wird, ist ein hervorragendes Beispiel für die schnelle und kosteneffiziente Schaffung der gewünschten gemeinsamen Fähigkeiten“, so Warstedt weiter.

Neben den Gründungsmitgliedern Finnland und Lettland und den beigetretenen Ländern Schweden und Deutschland ist Dänemark das fünfte Mitglied in dem für weitere Nationen offenen internationalen Programm.
Das 2019 gestartete CAVS-Programm hat zum Ziel, in multinationaler Zusammenarbeit ein universelles, geschütztes und kostengünstiges 6×6-Radfahrzeug entsprechend dem Bedarf der beteiligten Streitkräfte zu entwickeln und zu produzieren. Damit sollen u.a. Interoperabilität und Versorgungssicherheit zwischen verbündeten Nationen verbessert werden.
Der überwiegende Teil der Lieferung der Fahrzeuge erfolgt nach Patria Angaben durch die Nutzung der lokalen Industriekapazitäten der Mitgliedsländer. Jedes neue Land stärke die Versorgungssicherheit für das gesamte Kooperationssystem.
Patria hat bereits Aufträge für über 850 Patria 6×6-Fahrzeuge erhalten und mehr als 200 Fahrzeuge ausgeliefert. Deutschland hat bisher drei Prototypen (zwei NEMO-Mörser und ein Führungsfahrzeug) bestellt und beabsichtigt, knapp 100 Mörserfahrzeuge zur Auslieferung ab 2027 zu bestellen. Darüber hinaus besteht ein Bedarf zum Ersetzen von rund 1.000 Transportpanzern Fuchs, der mit CAVS-Fahrzeugen gedeckt werden könnte.
Redaktion / gwh

















