Helsing investiert im Baltikum
Das KI-Rüstungs-Start-up Helsing gründet die Helsing Estonia OÜ in der estnischen Hauptstadt Tallinn und will dort in den nächsten drei Jahren 70 Millionen Euro investieren. Mit der neuen Gesellschaft in Tallinn wolle man die Zusammenarbeit mit der Industrie im baltischen Raum intensivieren, insbesondere mit Blick auf gemeinsame Produktentwicklungen für die Verteidigung der NATO-Ostflanke, so Helsing.
Estlands Premierministerin und designierte Außen und Sicherheitspolitische Vertreterin der EU, Kaja Kallas, sagte auf einem gemeinsamen Panelauftritt mit Helsings Mitgründer und Co-CEO Dr. Gundbert Scherf in Tallinn im Mai: „Die veränderte Sicherheitslage in Europa zeigt deutlich, dass wir mehr in die Verteidigung investieren müssen. Zudem sind die aktuellen Engpässe im Verteidigungssektor deutlich geworden. (…) Wir sehen, wie marktverfügbare, kommerzielle Technologien für millionenschwere Militärausrüstung zur Gefahr werden können. Günstige Drohnen mit Sprengköpfen etwa können die Vorräte selbst der fortschrittlichsten Verteidigungssysteme erschöpfen.“

Vor diesem Hintergrund kündigt Helsing an, eine enge Zusammenarbeit mit lokalen Partnern im Baltikum anzustreben und diese mit ihren KI- und Softwarelösungen zu stärken. Dabei sollen die Investitionen von Helsing auch in neue Betriebs- und Produktionsstätten vor Ort fließen.
Co-CEO Scherf teilt dazu mit: „Die baltischen Staaten sind für die NATO von zentraler Bedeutung. Es liegt deshalb in der Verantwortung aller Europäer, deren Verteidigung zu stärken. Wir haben in Estland eine Firma gegründet damit unsere fortschrittliche KI schnellstmöglich an der östlichen Flanke eingesetzt werden kann. Helsing OÜ wird Lehren aus dem Ukraine-Krieg ziehen und eigenfinanzierte KI-Forschung betreiben, um die Erfordernisse der baltischen Verteidigungskräfte zu erfüllen. Wir werden hierbei lokale Produktion priorisieren und sicherstellen, dass die Verteidigungssysteme der baltischen Staaten vor Ort widerstandsfähig und anpassungsfähig sind.“
Redaktion / oh

















