Am 30. Juni hat Österreich einen Vertrag über die Beschaffung von zwölf UH-60M Black Hawk Hubschraubern für das Österreichische Bundesheer unterzeichnet, wie das Bundesheer mitgeteilt hat. Die Hubschrauber werden über das Foreign Military Sales (FMS) Programm der USA beschafft. Hersteller ist Sikorsky. In dem geplanten Budgetrahmen von 715 Millionen Euro soll ein Gesamtpaket mit den zwölf Luftfahrzeugen, logistischen Leistungen, Missionsausrüstung sowie die erforderlichen Ausbildungen für Piloten und Techniker beschafft werden.
Der Beginn der Auslieferung ist für 2028 vereinbart. Am Ende sollen damit die vorhandenen 22 Agusta Bell (AB212) ersetzt werden, deren Lebensdauer durch ein Mid-Life Upgrade bis 2041 verlängert worden ist.
Österreich verfügt bereits seit 2002 über Black Hawk-Hubschrauber des Typs S-70A-42. Diese werden derzeit einem Modernisierungsprogramm unterzogen.
Nach der Beschreibung des Bundesheeres ist die Sikorsky UH-60M Black Hawk für Lufttransport (Personal, Material), Patiententransport, Evakuierungen, Einsatz von Spezialeinsatzkräften, Absetzen von Fallschirmspringern sowie Brandbekämpfung aus der Luft vorgesehen. Die Black Hawk habe eine Reichweite von etwa 590 Kilometern, die sich mit außen anbringbaren Zusatztanks bis auf ungefähr 2.200 Kilometer erweitern lasse. Die maximale Geschwindigkeit ist mit 300 km/h angegeben und die maximale Flughöhe mit rund 6.000 Metern.
Im Dezember 2021 hat Österreich für 346 Millionen Euro 18 Ausbildungs- und Kampfhubschrauber AW169 Lion bestellt, die im Zeitraum 2022 bis 2026 ausgeliefert werden sollen. Ein Jahr später folgte die Bestellung weiterer 18 AW169 für 304 Millionen Euro, die bis 2028 geliefert werden sollen. Es ist beabsichtigt, damit die außer Dienst gestellten Aerospatiale Alouette III und die Bell OH-58 Kiowa abzulösen.
Nach Abschluss aller Maßnahmen wird das Bundesheer nur noch die zwei Hubschraubertypen Black Hawk und AW169 Lion einsetzen.
Redaktion / gwh


















