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Das seit 2011 der Bundeswehr zur Verfügung stehende satellitengestützte Kommunikationssystem SatComBw Stufe 2 soll bis zum Jahr 2028 weiter betrieben werden. Dazu hat der Haushaltsausschuss des Bundestages am 11. Mai im Rahmen einer 25-Mio-Euro-Vorlage die Finanzmittel für die Verlängerung des Betreibervertrags mit Airbus Defence and Space (ADAS) freigegeben.

ADAS ist für den Betrieb des Raumsegments mit den Kommunikationssatelliten COMSATBw-1 und COMSATBw-2 sowie des stationären Bodensegments in Weilheim verantwortlich. Das System ermöglicht eine abhörsichere Infrastruktur für weltweite Kommunikation mittels Telefon, Videokonferenzen und Internet.

Der Vertrag läuft bis Ende 2023 und enthält eine Verlängerungsoption, die bis 15. Juni 2022 ausgeübt werden muss.

Nachdem das BMVg festgestellt hatte, dass der Weiterbetrieb der Satelliten technisch möglich ist, wurde eine Nutzungsdauerverlängerung des Systems bis Jahresende 2028 beschlossen.

Jährlich werden 12,4 Millionen Euro für den Betrieb benötigt, die sich in den fünf Jahren Betrieb bis 2028 auf 61,9 Millionen Euro summieren. Die Freigabe erfolgte im Vorgriff auf den Haushalt 2022, der bis zum Vertragsabschluss vermutlich noch nicht in Kraft sein wird. Das Nachfolgeprojekt SatComBw 3 ist bereits auf den Weg gebracht und soll nach derzeitigem Planungsstand 2029 mit einer Anfangsbefähigung zur Verfügung stehen.

Redaktion / gwh