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Die Werft Damen Shipyards Cape Town (DSCT) hat ein drittes Multi-Mission Inshore Patrol Vessel (MMIPV) für die südafrikanische Marine (SAN) auf Kiel gelegt, wie die Werft in einer Pressemitteilung vermeldet. Die MMIPV-Schiffe sollen zur Bekämpfung von Schmuggel und illegaler Fischerei eingesetzt werden.

Bereits im März dieses Jahres ist das erste der drei MMIPV vom Stapel gelaufen. Damals hatte man das 600 Tonnen schwere Schiff vom Werftgelände mit einem 48-Achsen-Transporter zum Hafen von Kapstadt transportiert.

Bei der Kiellegungszeremonie des dritten MMIPV wurde gemäß der Tradition eine Münze unter den Kiel des Schiffes gelegt, die dem Schiff Glück bringen soll. Solomzi Mbada, CEO der südafrikanischen Beschaffungsbehörde ARMSCOR, erklärte, dass ein Großteil der Produktion in Südafrika stattfinden und die heimische Industrie zu mindestens mit 60 Prozent beteiligt werden solle, um Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen und die Kosten für den Lebenszyklus-Support zu minimieren.

Drittes Patrouillenboot für Südafrika bei Damen auf Kiel gelegt
Solomzi Mbada, CEO der südafrikanischen Beschaffungsbehörde ARMSCOR, hielt die Ansprache zur Kiellegung des dritten MMIPV-Bootes Foto: Damen

Die MMIPV-Boote sind 62 Meter lang, 11 Meter breit und haben eine Verdrängung von ca. 1.000 Tonnen.

Die erste der drei neuen Einheiten dieser Schiffsklasse wurde am 12. Februar getauft. Der Name wurde noch nicht bekannt gegeben. Die Schiffe fallen durch eine besondere Bugform auf. Das von Damen patentierte ‚Axe-Bow‘-Design soll einen geringen Widerstand und eine hohe Dauergeschwindigkeit auch bei hohem Seegang bieten. Nach Firmenangaben sollen durch die Bugform die vertikalen Beschleunigungskräfte reduziert und das harte Einsetzen des Buges in Wellen gemindert werden.

Redaktion / hum / ck