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Der baltische NATO-Staat Lettland wird Nutzer des amphibischen Brücken- und Fährsystems M3, wie der Hersteller General Dynamics European Land Systems (GDELS) mitteilt.  Der Auftrag wurde den Angaben zufolge vom U.S. Army Contracting Command, Detroit Arsenal, zur Unterstützung Lettlands bei der Deckung des Bedarfs an zusätzlichen NATO-Brücken- und Fährlösungen erteilt. Nach Angaben von GDELS beinhaltet der Kontrakt auch ein integriertes logistisches Unterstützungspaket, bestehend aus Schulungen, Werkzeugen und der erforderlichen Dokumentation. Lettland wird nach der Republik Korea, Indonesien, Singapur, Taiwan sowie Großbritannien und Deutschland ein weiteres Land sein, welches das M3-System einsetzt. Innerhalb der NATO verfügen bislang nur Großbritannien und Deutschland über dieses System. Die amphibischen Fahrzeuge beider Länder wurden in der Bundeswehr im neu zum 1. Oktober 2021 aufgestellten deutsch/britischen Pionierbrückenbataillon 130 zusammengefasst.

Amphibie M3 für Lettland
Die Amphibie M3 und britische Soldaten des deutsch-britischen Pionierbataillions 130 bei einer Überquerung der Weser, Quelle: Bundeswehr Mario Kissel

Diese Beschaffung sei ein weiterer Meilenstein für die transatlantische Zusammenarbeit, sagte Thomas Kauffmann, Vice President International Business and Services bei GDELS.

Nach Aussage von Christian Kauth, Vice President und Geschäftsführer von GDELS-Bridge Systems, wird Lettland die modernste und neueste Variante der M3 erhalten, die auch mit ‘Arctic Kits’ ausgestattet ist, die den Einsatz unter sehr kalten Klimabedingungen ermöglichen.

Amphibie M3 für Lettland
Amphibie M3 für Lettland

Das amphibische Brücken- und Fährsystem M3 kann nach Angaben von GDELS sämtliche NATO-Fahrzeuge aufnehmen und in weniger als 10 Minuten lässt sich eine 100 m lange schwimmende Brücke, bestehend aus 8 Fahrzeugen, bauen. Ihre Tragfähigkeit beträgt MLC 85 für Kettenfahrzeuge und MLC 132 für Radfahrzeuge. Sie ist interoperabel mit weiteren Brückensystemen von GDELS wie der SRB (Standard Ribbon Bridge), der FSB (Floating Support Bridge) und der IRB (Improved Ribbon Bridge) die beispielsweise von den US-amerikanischen und deutschen Streitkräften eingesetzt werden.

Wolfgang Gelpke