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Das Heer als Hauptträger der Landoperationen der Bundeswehr wird im kommenden Jahrzehnt seine Zukunftsfähigkeit durch voll und modern ausgestattete Großverbände mit durchsetzungsstarken und durch eine umfassende Digitalisierung mit gut vernetzten Kräften ausbauen.

Dieses soll bis 2032 mit dem „Plan Heer 4.0“ erreicht werden. Die Fähigkeitsdomäne Wirkung stellt im engen Zusammenwirken aller Domänen (Führung, Aufklärung, Wirkung, Unterstützung) den entscheidenden Nukleus der Kernkompetenz des Kampfes des Heeres dar.

Das Heer braucht die Fähigkeit, unmittelbar oder mittelbar Wirkung gegen Ziele am Boden und im bodennahen Luftraum zu erzielen. Das ist ein breites Spektrum an Fähigkeiten gefordert, z. B. das Zusammenwirken in streitkräftegemeinsamen sowie multinationalen Verbünden, direktes und indirektes Feuer, unterschiedliche Reichweiten, Einsatz bei Tag und Nacht, auch im urbanen Umfeld, Vernichtung unterschiedlicher Ziele mit hoher Wahrscheinlichkeit bis hin zu Einzelzielen, hoher Präzisionsgrad, skalierbarer Einsatz, Möglichkeit zum bewussten Missionsabbruch und Vermeidung von Kollateralschäden. Die Wirkmittel des Heeres sind entsprechend vielfältig und umfangreich.

Wirksysteme und Kräfte

In der derzeitigen Struktur Heer2011 wurden mit den Großverbänden kampfstarke Wirksysteme geschaffen. Das sind z. B. die sechs Kernbrigaden oder die Division Schnelle Kräfte. Als eigene Wirksysteme können auch alle Truppenteile der Kampftruppen sowie der schießenden Artillerie angesehen werden.

Die Wirkmittel des Heeres
Soldaten lernen den Umgang mit der Panzerfaust 3 während der Spezialgrundausbildung auf dem Truppenübungsplatz Klietz (Foto: Bundeswehr/Maximilian Schulz)

Mit Verfolgung des „Plans Heer 4.0“ sollen alle Wirksysteme voll ausgestattet und einsatzfähig gemacht werden. Die avisierte Generierung von drei Divisionen mit acht bis zehn Brigaden bis 2032 – dabei mehr Artillerie und zum Teil auch Kampftruppen – ist eine immense Herausforderung.

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