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Die ersten zwei F/A-18 Block III Super Hornets wurden diese Woche für Flugtests an die U.S. Navy ausgeliefert. Anfang 2021 sollen dann die ersten Serienmodelle geliefert werden. Bei den beiden jetzt gelieferten Flugzeugen handelt es sich jeweils um eine Maschine des Einsitzer E-Modells sowie des zweisitzigen F-Modells.

„Die Flugzeuge werden für Trägertauglichkeits- und Integrationstests aller Block III-Missionssystemkomponenten eingesetzt werden“, sagte Steve Wade, Boeing Vice President, F/A-18 & EA-18G Programme. So soll sichergestellt werden, dass die U.S. Navy ausreichend Zeit zum Testen hat und Erfahrung und Vertrauen in die neuen Maschinen aufbauen kann, bevor die ersten Serienmaschinen geliefert werden.

Teil der Produktverbesserungen sind größere und leistungsfähigere 19-Zoll Touchscreen-Bildschirme – inklusive eines kleineren Head-Up Display (HUD) – sowie verbesserte Netzwerkfähigkeiten. Hinzu kommen beim Block III Zusatztanks auf dem Rumpfrücken sowie Conformal Fuel Tanks (CFT) unter den Flügeln. Das führt zu einer deutlich erhöhten Reichweite, einer reduzierten Radarsignatur und zu einem verbesserten Kommunikationssystem. Außerdem wird die Lebensdauer von 6.000 auf 10.000 Flugstunden erweitert. Hauptaugenmerk der verbesserten Netzwerkfähigkeit ist der TTNT-Datenlink (Tactical Targeting Network Technology) für die Kommunikation mit den EA-18G und Grumman E-2. So kann eine Breitbandnetz zwischen den Maschinen erstellt werden, um gemeinsame Aufnahme und Verarbeitung verschiedener Sensoren zu ermöglichen. So können Zielparameter für die Waffen schneller und besser ermittelt, übertragen und verarbeitet werden. Block III integriert auch ein neues Cockpitsystem. Bisher wurden eine Maschine damit im Jahr 2019 an Kuwait ausgeliefert und ein Testflugzeug der US Navy ausgerüstet.

Erste F/A-18 Block III Super Hornets ausgeliefert

Im vergangenen Jahr erhielt Boeing von der U.S. Navy einen Auftrag über 78 Block III-Super Hornets. Die Block II Maschinen wurden seit April 2005 ausgeliefert. Das jetzt neue Block III Upgrade soll für alle Maschinen kommen, die die 6.000 Flugstundenmarke erreicht haben.

André Forkert