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Bereits seit 2017 liefert Schiebel Minensuchgeräte AN-19/2 im Auftrag der NATO Support and Procurement Agency (NSPA) an mehrere NATO-Staaten. Bisher sind 1.700 Geräte ausgeliefert. Für die mit dem letzten Auftrag der NSPA bestellten 900 Geräte hat jetzt die Auslieferung begonnen.

Das Minensuchgerät AN-19/2, das sich für eine schnelle und präzise Minenräumung in allen Klimazonen und Gebieten eignet, dient in zahlreichen Streitkräften, darunter auch die U.S.-Army (mit der Bezeichnung AN/PSS-12) und den meisten NATO-Ländern, als Standarddetektor. Aufgrund seines modularen Aufbaus bietet er dem Anwender maximale Flexibilität und eine einfache Wartung. Dieser Typ des Minensuchgeräts ist nach Angaben von Schiebel eines der weltweit der am häufigsten eingesetzten Minensuchgeräte für humanitäre und militärische Zwecke.

Der Gerätesatz AN-19/2 ist in drei Minuten einsatzbereit. (Foto: Schiebel)

Das AN-19/2 wird in einem Transportbehälter geliefert. Es besteht aus dem Suchkopf an einem Teleskop-Halter, einem Kopfhörer und einer Elektronikeinheit und kann für den Transport auf dem Gefechtsfeld/in den Einsatzort in einer Tragetasche verstaut werden.

Nach nur acht Stunden Ausbildung ist auch unerfahrenes Personal in der Lage, mit dem Gerät Minen zu suchen und lokalisieren. Nach Ausklappen des Suchkopfes und Längenanpassung des Teleskop-Halters werden vier LR20-Batterien eingelegt, die Kabel eingesteckt und das Gerät eingeschaltet. Die Überprüfung der Empfindlichkeit mit einem Testobjekt schließt die Inbetriebnahme nach rund drei Minuten ab.

Der Suchkopf wird dicht über das Gelände und parallel zur Oberfläche mit etwa einem Meter pro Sekunde bewegt. Die Suche ist auch in flachem Süß- und Salzwasser möglich. Ein Signalton zeigt die Nähe eines metallischen Objekts an. Höhe und Lautstärke des Signaltons ermöglichen die exakte Lokalisierung des Objekts. Erfahrene Nutzer können über die Tonänderungen Größe und Form des Objekts abschätzen.

Gerhard Heiming