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Die Europäische Agentur für maritime Sicherheit (EMSA) baut die Überwachung von Schiffsemissionen und die allgemeine Meeresüberwachung mit unbemannten Flugsystemen (Remotely Piloted Aircraft System, RPAS) weiter aus. Im Auftrag der EU-Mitgliedstaaten unterhält die EMSA Überwachungsdienste, die ununterbrochen prüfen, ob der Schiffsverkehr in den europäischen Gewässern nach den Regeln abläuft.

Die EMSA hat einen 16,5 Millionen Euro-Rahmenvertrag mit verschiedenen Dienstleistern abgeschlossen, der die Überwachung des Schwefelgehalts von Schiffsemissionen ermöglichen soll. So sollen die  Grenzwerte für Schwefelemissionen, die die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) für Seeschiffen festgelegt hat, gewährleistet werden. Zweites Element ist die Überwachung der maritimen Situation durch die Küstenbehörden.

Einer der Dienstleister ist Schiebel mit dem unbemannten Flugsystem Camcopter S-100. Das 110 kg schwere Gerät ist tag- und nachtflugfähig und kann Nutzlasten (Sensoren, Kommunikation) mit einem Gesamtgewicht von bis zu 50 kg tragen. Hochaufgelöste Bilder werden in Echtzeit an die Kontrollstation übertragen Die Reichweite beträgt 200 km und die Dienstgipfelhöhe bis 5.500 m. Aufgrund seiner geringen Stellfläche und Größe und der Senkrecht-Startfähigkeit (Vertical Takeoff and Landing, VTOL) ist der Camcopter S-100 für den maritimen Einsatz geeignet.

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Für Schiebel ist es der zweite EMSA-Vertrag. Seit 2018 versorgt Schiebel die EMSA und lokale Behörden in Kroatien und Finnland mit maritimen Überwachungsdiensten.

Gerhard Heiming