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Nachdem der französische Konzern im November 2018 in Holland eine Niederlassung gründete, wird er nun gemeinsam mit Royal IHC um den Ersatz der Walrus-Uboote bieten. Eine entsprechende Vereinbarung haben die beiden Unternehmen am 7. Februar 2019 unterzeichnet. Sollte es zum Zuschlag kommen, würde Naval Group das Design definieren, während Royal IHC, bisher aus dem Spezialschiffbau (Bagger) bekannt, mit Konstruktion und Ausstattung betraut wäre.

Es ist somit zu erwarten, dass Naval Group ein auf der Barracuda-Klasse basierendes Design vorschlagen wird – eine dieselelektrische Variante des von der französischen Marine betriebenen (nuklear angetriebenen) Uboot-Jägers, sicherlich in geringeren Abmessungen.
Damit ist Naval Group in Holland nicht nur im Wettbewerb um die Uboote vertreten, sondern (gemeinsam mit ECA) auch beim Minenjägerprogramm der niederländischen und belgischen Marine. Der französische Konzern setzt auf Industriekooperation. Es sollen schon Absprachen bzw. Gespräche mit mehr als 70 holländischen Firmen stattgefunden haben.

Zu den weiteren Konkurrenten im WRES (Walrus Replacement Program) zählt SAAB, das sich im Oktober letzten Jahres mit Damen Shipyards zusammengetan hat. Hier wird ein Entwurf entlang des schwedischen A26 erwartet. Auch Thyssen-Krupp engagiert sich.

Hans Uwe Mergener

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