Mit dem Rekordwert von 582,3 Millionen Euro für neue Aufträge im 1. Quartal steigt der Auftragsbestand der Renk Gruppe auf 6,9 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg im selben Zeitraum um vier Prozent auf 283,6 Millionen Euro. Das Ergebnis wuchs überproportional um 10,4 Prozent auf 42 Millionen Euro.

Segment Vehicle Mobility Solutions

Das Segment Vehicle Mobility Solutions (VMS), in dem vor allem Getriebe für militärische Fahrzeuge hergestellt werden, erwies sich als klarer Wachstumstreiber bei Auftragseingang, Umsatz und bereinigtem EBIT.

In dem Segment sorgten u.a. Getriebe-Aufträge für einen NATO-Kampfpanzer und den Schützenpanzer Puma für eine Zuname neuer Aufträge um 20,5 Prozent auf 478,4 Millionen Euro, das sind vier Fünftel aller Aufträge des Konzerns in diesem Quartal. Der Umsatz erhöhte sich um 11,2 Prozent auf 191,5 Millionen Euro, obwohl kundenseitige Abruf- und Auslieferungspläne eine stärkere Volumenentwicklung erst in der zweiten Jahreshälfte vorsehen. Mit einem Ergebnis in Höhe von 35 Millionen Euro (plus 22,3 Prozent) trug das Segment ebenfalls vier Fünftel zum Konzernergebnis bei.

 

Segmente M&I und SB

Im Segment Marine & Industry (M&I) wurden mit 65,2 Millionen Euro 10,8 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahr. Zugleich sank das Ergebnis um 41 Prozent auf 4,4 Millionen Euro. Das führt Renk auf Verzögerungen in der Liefer- und Logistikkette zurück. Nach Großaufträgen im vorigen Quartal konnten nur 70 Millionen Euro für neue Aufträge verbucht werden: Ein Rückgang um 40,8 Prozent.

Auch im Segment Slide Bearings (SB) zeigen die Zahlen nach unten. Neue Aufträge gingen im Wert von 34,6 Millionen Euro ein (minus 5,8 Prozent). Der Umsatz ging mit 1,3 Prozent leicht auf 30,2 Millionen Euro zurück. Auch das Ergebnis schrumpfte um fast ein Viertel auf vier Millionen Euro.

Renk bestätigte die Jahresprognose. Demnach will das Unternehmen im Geschäftsjahr mehr als 1,5 Milliarden Euro umsetzen und dabei ein Ergebnis im Bereich 255 Millionen Euro bis 285 Millionen Euro erzielen.

Eurosatory 2026

Auf der Eurosatory 2026 präsentiert das Unternehmen gemeinsam mit seinem Partner Patria ein schweres UGV-Showcase-Modell und zeigt damit die nächste Generation unbemannter Landsysteme. Im Zentrum steht das Drive-by-Wire-fähige Getriebe HSWL 076, das als sicherheitszertifizierter Antriebsstrang die Grundlage für skalierbare und plattformunabhängige UGV-Konzepte bildet.

Gerhard Heiming