Mit der Unterzeichnung des Kofinanzierungsvertrags für das von Indra koordinierte Programm REACT II (Responsive Electronic Attack for Cooperation Tasks) wurde am 3. Februar die zweite Phase des im Dezember 2023 begonnenen Programms gestartet.
Zwanzig Unternehmen aus zehn EU-Ländern – Bulgarien, Deutschland, Estland, Frankreich, Italien, Litauen, den Niederlanden, Polen, Schweden und Spanien – wollen einen Prototypen eines luftgestützten elektronischen Angriffssystems entwickeln, das in Flugtests getestet wird, um die hochmodernen Fähigkeiten zu validieren. Gleichzeitig werden die Entwicklungsarbeiten am European Electronic Attack Mission Planning Open Framework (EAMPEK) fortgesetzt, um das strategische Ziel der Bereitstellung eines interoperablen Planungssystems für die elektronische Kriegsführung weiter voranzutreiben. Einziges Unternehmen aus Deutschland ist Hensoldt Sensors.

Technologische Bausteine
Zu den wichtigsten technologischen Bausteinen gehören Indra zufolge unter anderem diejenigen, die für AESA-Antennen (Active Electronically Scanned Array), digitale Hochfrequenzspeicher (DRFM), digitale Strahlformung, das Umweltkontrollsystem mit einer RAM-Luftturbine (RAT ECS) und das elektronische Kriegsführungs-Kommando- und Kontrollsystem (EWC2) vorgesehen sind.
Die Lösung werde in der Lage sein, Escort-Jamming-/Modified-Missionen (Nahschutz und Begleitschutz von Flugzeugen), Stand-Off-Jamming (Fernstörsicherung), Stand-In-Jamming (Störsicherung innerhalb des Gefahrenbereichs) und elektronische Kriegsführungs- und Kontrollmissionen durchzuführen, so Indra.
REACT II soll bis Dezember 2027 abgeschlossen werden. Die Gesamtkosten werden auf 70 Millionen Euro geschätzt, von denen die EU bis 40 Millionen Euro fördert.
Gerhard Heiming














