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blankAuf der Eurosatory 2024 haben die Geschäftsführer der Unternehmen KNDS Deutschland, KNDS France, Rheinmetall Landsysteme und Thales am 18. Juni eine Absichtserklärung (Letter of Intent) unterzeichnet, in der die Gründung einer Projektgesellschaft für eine zielgerichtete Umsetzung der Entwicklungsarbeit an dem deutsch-französischen Rüstungsprojekt MGCS (Main Ground Combat System) vereinbart wird.

Basis war das im April dieses Jahres vom Verteidigungsminister Boris Pistorius und seinem französischen Amtskollegen Sébastien Lecornu unterzeichnete MoU (Memorandum of Understanding) (ESuT berichtete). Hierin wurde die deutsch/französische Kooperation beim zukünftigen Landkampfsystem für die Streitkräfte vereinbart.

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In einer Projektgesellschaft will die Industrie das MGCS mit seinem Mehrplattformkonzept entwickeln. (Quelle: BAAINBw, Foto Gerhard Heiming)

Wie KNDS am 30. April mitgeteilt hat, wollen die vier Gesellschaften KNDS Deutschland, KNDS France, Rheinmetall Landsysteme und THALES SIX in der gemeinsam getragenen Projektgesellschaft MGCS im Sinne der bilateralen deutsch-französischen Vereinbarung handeln. Der neue, innovative „Level-Pillar-Approach“ für die Umsetzung sei dazu geeignet, eine faire Aufteilung der Arbeitslast in einem ausgewogenen Verhältnis von 50:50 zwischen französischen und deutschen Unternehmen sicherzustellen auch unter Berücksichtigung der sich ergänzenden technischen Fähigkeiten und Ressourcen der Unternehmen.

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Die Federführung in der Projektarbeit ist in acht Säulen gegliedert. (Quelle: BMVg, Grafik: MaWiBo Media)

Sobald die Projektgesellschaft besteht, können Verhandlungen beginnen mit dem Ziel einer effizienten und zielgerichteten Umsetzung der Entwicklungsarbeit.

Verteidigungsminister Pistorius hat am 26. April erklärt: „Die Verträge sollen fertig sein bis Ende des Jahres.“ Im nächsten Jahr sei die Zeichnung der Verträge geplant. Unbestätigten Meldungen zufolge soll die 25-Mio-Euro-Vorlage bis Mitte des Jahres erarbeitet sein.

Gerhard Heiming