In den letzten Jahren hat sich Rumänien zu einem der aktivsten NATO-Mitgliedstaaten an der Ostflanke der NATO entwickelt. Dies ist nicht überraschend, da das Land ein Nachbarland der Ukraine ist und direkt vom russischen Imperialismus bedroht wird.

Die strategischen Prioritäten Rumäniens sind und bleiben unverändert, was weitgehend auf seine geostrategische Lage zurückzuführen ist. Daraus ergibt sich seine Bedeutung, aber auch seine Verwundbarkeit. Rumänien, das seit 2004 Mitglied der NATO und seit 2007 Mitglied der Europäischen Union ist, liegt an der Küste des Schwarzen Meeres. Gleichzeitig grenzt es an die vom Krieg zerrissene Ukraine und an die fragile Republik Moldau. Im Westen grenzt Rumänien an Ungarn, mit dem die Beziehungen aufgrund eines ungelösten Territorialstreits ebenfalls schwierig sind. Auch die Beziehungen zur Ukraine sind angespannt, denn 2017 kam es zu einer Pattsituation aufgrund eines ukrainischen Gesetzes, das die Sprachrechte nationaler Minderheiten, einschließlich der Rumänen, einschränkt.