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Nachdem, wie das „Ministry of Defence“ in London berichtet, eine Gruppe von ukrainischen Piloten in Großbritannien eine Grundausbildung durchlaufen hat, werden diese jetzt in Dänemark auf dem Mehrzweck-Kampfflugzeug vom US-Typ F-16 „Fighting Falcon“ geschult. Zusammen mit den anderen F-16-Nutzern Vereinigte Staaten und Niederlande führt Dänemark – so das Verteidigungsministerium in Kopenhagen – eine multinationale Luftwaffenkoalition an, um der Ukraine die entsprechende Fähigkeit zu ermöglichen.

Die Royal Air Force (RAF) hatte im August dieses Jahres damit begonnen, die angehenden ukrainischen F-16-Piloten in westlicher Militärluftfahrt und in der englischen Sprache auszubilden. Die erste Gruppe, so das britische Verteidigungsministerium, die jetzt nach Dänemark gegangen ist, besteht aus sechs erfahrenen Kampfpiloten der Ukraine. Zehn weitere ukrainische Flugschüler verbleiben aktuell zur Grundausbildung im Vereinigten Königreich.

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Die NATO und die Ukraine setzen große Erwartungen in die künftige Einsatzfähigkeit der General Dynamics F-16 „Fighting Falcon“. (Foto: Gerd Portugall)

„Ich“, so der britische Verteidigungsminister Grant Shapps in diesem Zusammenhang, „bin stolz auf die Unterstützung, welche die RAF der nächsten Generation von ukrainischen Kampfpiloten und des entsprechenden Bodenpersonals gewährt, welche die erste Verteidigungslinie beim Schutz des ukrainischen Himmels sein wird.“ Unterdessen verwies Premierminister Rishi Sunak darauf, dass Großbritannien selbst zwar nicht die F-16 fliegt, gleichwohl aber die Ukraine auch 2024 bei der Pilotenausbildung unterstützen will.

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Das britische Verteidigungsministerium berichtet kontinuierlich über die Ausbildung von ukrainischen Kampfpiloten. (Foto: Gerd Portugall)

Seit der gewaltsamen Krim-Annexion im Jahre 2014 durch Putins Russland hat das Vereinigte Königreich bereits mehr als 53.000 Ukrainer ausgebildet. Im ersten Halbjahr 2024 sollen, so Minister Shapps, 10.000 weitere ukrainische Rekruten in seinem Verantwortungsbereich geschult werden.

Dr. Gerd Portugall