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Renk übernimmt die Horstmann-Gruppe

Der Hersteller von Spezialgetrieben und Getrieben für Kettenfahrzeuge, Renk AG, hat die britische Horstmann Holdings Limited übernommen. Mit dem Erwerb von Horstmann, einem Spezialisten für Radaufhängungen von gepanzerten Rad- und Kettenfahrzeugen, will Renk das Produktportfolio der Fahrzeuggetriebe erweitern und seine Kompetenz im gesamten Antriebsstrang für Kettenfahrzeuge stärken. Gleichzeitig soll die weltweite Präsenz ausgebaut werden.

Gerhard Heiming

Jean-Marc Nasr leitet Airbus Space Systems

Foto: Airbus

Jean-Mark Nasr wird zum 1. Juli 2019 Executive Vice-President Space Systems in der Division Airbus Defence and Space. Als Leiter der Sparte Space Systems wird er Mitglied des Executive Committee von Airbus Defence and Space. Er folgt Nicolas Chamussy, dessen nächster Aufgabenbereich noch nicht feststeht. Nasr ist aktuell als Leiter der Region Asia-Pacific für Airbus und Airbus Defence and Space tätig.

Gerhard Heiming

MTU Aero Engines wächst im ersten Quartal 2019

Um elf Prozent ist der Umsatz der MTU Aero Engines AG im ersten Quartal 2019 auf 1,1 Mrd. Euro angewachsen. Das operative Ergebnis stieg um sieben Prozent auf 187,6 Mio. Euro. Treiber war das zivile Triebwerksgeschäft mit einem Umsatzplus von 21 Prozent. In der zivilen Instandhaltung nahm der Umsatz um sechs Prozent auf 655,1 Mio. Euro zu. Im militärischen Triebwerksgeschäft stieg der Umsatz bei niedrigem Niveau um 15 Prozent auf 105,1 Mio. Euro mit dem Eurofighter-Triebwerk EJ200 als wichtigstem Umsatzträger. Mit einem Rekord-Auftragspolster von 18,5 Mrd. Euro ist MTU für fast die nächsten vier Jahre ausgelastet. Für 2019 rechnet das Unternehmen weiterhin mit einer Umsatzsteigerung auf 4,7 Mrd. Euro bei erneut verbessertem Ergebnis.

Gerhard Heiming

Airbus-Umsatz steigt weiter bei verbessertem Ergebnis

In seiner ersten Bilanzpressekonferenz konnte Airbus-CEO Guillaume Faury einen Umsatzanstieg der Airbus-Gruppe von 24 Prozent auf 12,5 Mrd. Euro vermelden. Die Division Zivilluftfahrt verzeichnete mit 34 Prozent den größten Umsatzsprung auf 9,7 Mrd. Euro. Airbus Helicopters trug mit fünf Prozent Umsatzanstieg auf eine Milliarde Euro ebenfalls zum Wachstum bei, während der Umsatz von Airbus Defence and Space um fünf Prozent auf 2,1 Mrd. Euro schrumpfte. Den Umsatz im Verteidigungssektor über alle Divisionen hat Airbus mit 1,7 Mrd. Euro angegeben, ein Rückgang um ebenfalls fünf Prozent. Das konsolidierte Ergebnis sank um 18 Mio. Euro auf 181 Mio. Euro. Als Belastung nannte Airbus u.a. die anhaltende Aussetzung von Ausfuhrgenehmigungen für Verteidigungsgüter an Saudi-Arabien durch die Bundesrepublik Deutschland. Bei etwa konstantem Auftragsbestand von rund 8.000 Flugzeugen will Airbus das bereinigte Ergebnis für das laufende Geschäftsjahr um 15 Prozent verbessern.

Gerhard Heiming

Weniger Rüstungsexporte

Die deutschen Rüstungsexporte sind geschrumpft. Vom 1. Januar bis zum 31. März 2019 genehmigte die Bundesregierung Rüstungsexporte im Wert von 1,12 Mrd. Euro. Das sind weniger als im Jahr 2018, als pro Quartal durchschnittlich Rüstungsgüter im Wert von 1,21 Mrd. Euro exportiert wurden. Die deutsche Industrie rechnet mit einem weiteren Absinken im 2. Quartal 2019. Sie führt den Trend auf die sehr restriktive Haltung der Bundesregierung gegenüber Ländern außerhalb von EU und NATO seit ihrem Amtsantritt zurück. Im Koalitionsvertrag wurde ein teilweiser Stopp auch von bereits genehmigten Rüstungsexporten wie z.B. unbewaffnete Küstenwachboote in am Jemenkrieg beteiligte Staaten (Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate) vereinbart. Der Exportstopp gilt größtenteils auch für europäische Rüstungsprogramme, deren Produkte mit deutschen Anteilen produziert wurden.

Dieter Stockfisch

J.-F. Ripoche EDA-Direktor für Forschung, Technologie und Innovation

Foto: EDA

Seit 1. Mai 2019 ist Jean-François Ripoche EDA-Direktor für Forschung, Technologie und Innovation. Ripoche war zuvor vier Jahre lang Direktor für Forschung und Technologie in der Strategieabteilung der DGA, der Beschaffungsbehörde des französischen Verteidigungsministeriums. In seiner 1998 begonnenen Karriere bei der DGA war Ripoche nacheinander u.a. für Optronik, das Polyphem-Programm, unbemannte Fluggeräte, für das Betriebsbudget zahlreicher Programme und für Industrieangelegenheiten für die Elektronik-, Land- und Marinesystemindustrie zuständig. Anschließend leitete er die Entwicklung verschiedener Kommunikationsprojekte auch unter Einbeziehung von Cybersecurity.

Gerhard Heiming

Airbus will klagen

Foto: Airbus

Der europäische Luft und Raumfahrtkonzern Airbus droht der Bundesregierung mit einer Klage wegen des Rüstungsexportstopps nach Saudi-Arabien. Dirk Hoke, CEO Airbus Defence and Space, betonte, dass sich Airbus „alle rechtlichen Optionen“ vorbehalte. Airbus drohen nämlich Verluste in dreistelliger Millionenhöhe, weil wichtige Aufträge von der Bundesregierung keine Exportlizenzen erhalten. Bei einer Klage geht es um einen milliardenschweren Auftrag zur Sicherung der Außengrenzen Saudi-Arabiens. Der Vertrag wurde schon vor zehn Jahren abgeschlossen und soll in jüngster Zeit ausgeführt werden. Airbus soll vertragsgemäß Grenzanlagen und -gerät sowie elektronische Überwachungsanlagen liefern. Die Bundesregierung verweigert aber den Export für wesentliche Teile der Sicherungsanlagen. Das Exportverbot führe dazu, dass Airbus bestehende Verträge mit Kunden nicht einhalten kann. Das sei nicht nur geschäftsschädigend, es nähre auch Zweifel an der Exportfähigkeit und Verlässlichkeit von Airbus. Zudem stelle sich die Frage, ob Airbus künftig an gemeinsamen internationalen und europäischen Verteidigungsprojekten teilnehmen sollte, wenn diese Beteiligung durch politische Erwägungen blockiert werden kann, heißt es weiter bei Airbus.

Dieter Stockfisch

IT-Sicherheitshersteller genua expandiert

Foto: genua

Der deutsche IT-Sicherheitshersteller genua hat das IT-Security Start-up cognitix erworben. cognitix (Leipzig) hat sich auf Data Analytics und Machine Learning spezialisiert und bietet mit Threat Defender eine Sicherheitsplattform, die den Netzwerkverkehr in Echtzeit analysiert und bei Bedrohungen gezielt eingreift. Die Geschäftsführer der genua GmbH, Marc Tesch (l) und Matthias Ochs, betonen, cognitix schließe mit zukunftsweisender Technologie eine Lücke bei der IT-Sicherheit innerhalb von Netzwerken. Zudem erweitere der Threat Defender das Portfolio von genua mit hochwertigen IT-Sicherheitslösungen. Die Sicherheitsplattform Threat Defender kombiniert Machine Learning mit aktueller Threat Intelligence aus zahlreichen Quellen, um Bedrohungen in Netzwerken in Echtzeit aufzuspüren. Damit kann die IT-Sicherheitsplattform umgehend auf neue Bedrohungen reagieren und ist signaturbasierten Systemen überlegen, die mit statischen Regeln arbeiten. Threat Defender sorgt somit innerhalb von Netzen für Sicherheit und bildet eine zweite Verteidigungslinie hinter den Lösungen von genua, die an Netzwerk-Schnittstellen zur Kontrolle des Datenverkehrs und zur verschlüsselten Datenübertragung via Internet eingesetzt werden.

Dieter Stockfisch

Dennis Bürjes leitet FFG-Büro Berlin

Foto: FFG

Seit dem 1. Mai 2019 leitet Dr. Dennis Bürjes im FFG-Büro Berlin die Governmental Relations & Public Affairs. Dr. Bürjes wird vor allem als Ansprechpartner für die Mitglieder und Mitarbeiter des Deutschen Bundestages fungieren sowie in den Ministerien BMVg, BMWi und AA, in den nachgeordneten Bereichen, in Botschaften sowie in den entsprechenden Branchenverbänden aktiv sein.

Gerhard Heiming

Rheinmetall-Konzern mit gutem Start in 2019

Mit einem Umsatzanstieg und einer deutlichen Ergebnisverbesserung ist die Rheinmetall AG ins Geschäftsjahr 2019 gestartet. Die Geschäftsentwicklung des Konzerns im ersten Quartal 2019 zeigt beim Umsatz einen hohen Zuwachs der Defence-Sparte sowie erwartungsgemäß einen leichten Rückgang bei Automotive, der auf die schwächere Entwicklung der weltweiten Automobilmärkte zurückzuführen ist. Der Technologiekonzern bestätigt seine Jahresprognose 2019 vom März dieses Jahres und erwartet für das Gesamtjahr weiterhin ein organisches Umsatzwachstum im Konzern zwischen vier bis sechs Prozent vor Währungseffekten sowie eine operative Ergebnismarge von rund acht Prozent.

Wilhelm Bocklet

Eric Beranger CEO von MBDA, Antoine Bouvier zurück zu Airbus

Antoine Bouvier (Fotos: MBDA)

Zum 1. Juli 2019 wird Eric Beranger (linkes Bild) Chief Executive Officer des Lenkflugkörperspezialisten MBDA. MBDA ist ein europäisches Joint Venture von Airbus (37,5 Prozent), BAE Systems PLC (37,5 Prozent) und Leonardo S.p.A. (25 Prozent). Er folgt Antoine Bouvier, der nach zwölf Jahren an der Spitze von MBDA zu Airbus zurückkehrt und die Abteilung für Strategie, Unternehmensentwicklung und öffentliche Angelegenheiten leiten wird.

Beranger war zuletzt CEO des globalen Kommunikationsunternehmens OneWeb. Davor war er in einer Reihe von Führungspositionen bei Astrium und Airbus Defence and Space eingesetzt. Bouvier folgt bei Airbus Patrick de Castelbajac nach, der als Leiter für die Region Asia-Pacific von Airbus eingesetzt wird (u.a. als Head of Sales für das Verkehrsflugzeuggeschäft in der Region).

Gerhard Heiming

VSM: Deutscher Schiffbau hält Kurs

Foto: VSM

Der Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) hat in seinem Jahresbericht 2018/2019 Lage und Situation der deutschen Schiffbauindustrie dargestellt. Der Weltschiffbaumarkt ist in den letzten Jahren um ca. 50 Prozent geschrumpft. Die Anzahl weltweit aktiver Werften hat sich 2018 auf 330 reduziert. Das ist ein Rückgang um 65 Prozent seit 2009. Die Auftragslage im Weltschiffbau bleibt angespannt. Das europäische Schiffbauvolumen ist heute nur noch halb so groß wie vor zehn Jahren. China behauptete 2018 im Rahmen des Programms „Made in China 2025“ mit aggressiven Niedrigpreisstrategien den ersten Platz bezogen auf die Anzahl der neu bestellten Schiffe. So wurden z.B. sämtliche Ostseefähren bereits in China bestellt. Chinas Einstieg in den Bau von Kreuzfahrt- und Spezialschiffen, bislang eine europäische Domäne, wird immer intensiver. China will bis 2025 eine dominierende Rolle in zehn Schlüsselindustrien einnehmen, dazu der Bau von hochwertigen Spezialschiffen. Vor diesem Hintergrund konnte sich die deutsche Schiffbauindustrie mit ihrer ausgeprägten internationalen Ausrichtung durch Konzentration auf High-End-Nischenprodukte (RoRo-Schiffe, Arbeits- und Behördenschiffe) relativ gut behaupten. Das Auftragsbuch deutscher Werften im zivilen Seeschiffbau ist Ende 2018 mit 58 Schiffen und einem Gesamtvolumen von ca. 20 Mrd. Euro weiter gestiegen. Die Wertschöpfungskette im Marineschiffbau umfasst ca. 25 Prozent des Gesamtumsatzes der deutschen Schiffbauindustrie. Der Marineschiffbau sichert und entwickelt wertvolles Know-how und bietet hochqualifizierte Arbeitsplätze. Der Umsatz liegt bei über einer Milliarde Euro pro Jahr. Die hohe Exportquote von über 70 Prozent zeigt die internationale Wertschätzung der deutschen Marineschiffbauindustrie und belegt ihre Wettbewerbsfähigkeit. Mit Blick auf die Herausforderungen der Zukunft hat sich VSM-Präsident Harald Fassmer als Gegengewicht zu China für eine starke Schiffbauindustrie gemeinsam mit den europäischen Partnern ausgesprochen. Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer, Gastrednerin bei der VSM-Jahresversammlung, plädierte angesichts des Exportstopps von Rüstungsgütern wie Küstenwachboote nach Saudi-Arabien für eine einheitliche europäische Rüstungsexportpolitik, an die sich auch Deutschland halten müsse.

Dieter Stockfisch