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Die Absichtserklärung zur gemeinsamen Beschaffung und Betrieb von sechs identischen U-Booten in einem Memorandum of Understanding (MoU) durch die deutschen und die norwegischen Streitkräfte ist am 10. September 2018 durch eine Programmvereinbarung zwischen dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) und der norwegischen Beschaffungsagentur NDMA (Norwegian Defense Materiel Agency) präzisiert worden. Die strategische Partnerschaft umfasst nicht nur den Erwerb identischer U-Boote, sondern auch die Zusammenarbeit bei Ausbildung, Betrieb, Wartung und Unterstützung der neuen U-Boote.

Durch die Programmvereinbarung hat sich Deutschland u.a. verpflichtet, Anteile der geplanten Instandsetzung der U-Boote in Norwegen durchzuführen. Eine zukünftige Betriebsorganisation wird von beiden Nationen besetzt sein und im Zusammenhang mit einer neuen Wartungshalle in Haakonsvern eingerichtet.

Die Programmvereinbarung ist ein wesentlicher Meilenstein auf dem Weg zum abschließenden Angebot von Thyssenkrupp Marine Systems (tkMS), das bis Ende Oktober erwartet wird. Sieben Jahre nach Abschuss des Liefervertrages (geplant 2019) soll pro Jahr ein U-Boot ausgeliefert werden. Norwegen hat für seine vier U-Boote ein Budget von 4,4 Milliarden Euro eingeplant.

Gerhard Heiming

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