Mit der Entscheidung der Bundesregierung im Frühjahr 2022, 35 F-35A Lightning II zur Ablösung der Tornado-Flotte zu beschaffen, hat nicht nur ein neues Kapitel für die Luftwaffe, sondern auch für den deutschen Luftfahrt- und Rüstungsstandort begonnen. Schnell wurde deutlich, dass das Beschaffungsvorhaben weit über den Kauf eines Waffensystems hinausreichen würde. Es ging um industrielle Beteiligung, Technologietransfer und die Frage, ob Deutschland dauerhaft Teil der globalen F-35-Wertschöpfungskette werden kann.

Rheinmetall trifft strategische Entscheidung

Bereits im Sommer 2023 fiel die Entscheidung: Rheinmetall wird in Weeze, Nordrhein-Westfalen, eine hochmoderne Fabrik zur Fertigung von Rumpfmittelteilen für die F-35A errichten. Auftraggeber ist der US-Konzern Northrop Grumman, der als Hauptverantwortlicher für den Mittelrumpf des Tarnkappenflugzeugs agiert. Die Partnerschaft mit Lockheed Martin als Systemführer des Programms bildete das industrielle Dreieck, auf dem das Projekt aufbaute.