Der Rüstungs- und Technologiekonzern Rheinmetall eröffnet in Deutschland, in den nordischen Ländern und in Großbritannien Kompetenzzentren für fortschrittliche Landautonomie. Das bestehende Kompetenzzentrum für Autonomie in Kanada wird erweitert. Das hat Rheinmetall am 27. März mitgeteilt.

Den Auf- und Ausbau der neuen Zentren sieht Rheinmetall als vorausschauende neue Investition in Technologien der nächsten Generation. Hauptgegenstand der Arbeit in den Zentren wird die Verbreitung des PATH Autonomous Kit, das sich bereits in den besatzungslosen Bodenfahrzeugen der Mission Master Serie bewährt und das beim Konvoi-Wettbewerb der European Land Robotics (ELROB) 2024 erfolgreich eingesetzt worden ist (ESuT berichtete).

Das Autonomie-Kit PATH („PATH A-Kit“) ist nach Rheinmetall-Angaben ein KI-gestütztes Navigationssystem, das sich in nahezu jedem Fahrzeug installieren lässt. Es biete skalierbare, intelligente und hochgradig anpassungsfähige Autonomie für eine Vielzahl von Plattformen – von besatzungslosen Bodenfahrzeugen bis hin zu Logistikkonvois, die in der Lage sind, in schwierigstem Gelände und anspruchsvollsten Umgebungen zu navigieren.

Die neue Kompetenzzentren sollen das Herzstück der autonomen Revolution von Rheinmetall bilden und eine fortschrittliche Integration, Erprobung und nationale Kontrolle über hochmoderne autonome Lösungen ermöglichen. Der Schwerpunkt soll auf dem PATH Autonomous Kit liegen.

Die Autonomie von Landfahrzeugen bietet im Rahmen der Digitalisierung ein hohes Zukunftspotenzial. (Grafik.: Rheinmetall)

„Wir werden das stärkste Wachstum im Bereich der Digitalisierung haben“, sagte Rheinmetall-CEO Armin Papperger bei der Bilanzpressekonferenz am 12. März (ESuT berichtete). Er erwartet allein im ersten Quartal 2025 in diesem Bereich Aufträge im Wert von 13 Milliarden Euro. Als Systemhaus sei das Unternehmen in der Lage, die Digitalisierung vernünftig umzusetzen.

Dazu sollen die neuen Kompetenzzentren für fortschrittliche Landautonomie einen wichtigen Beitrag leisten. Autonomie bestimmt die Zukunft der Kriegsführung, schreibt Rheinmetall. Das Unternehmen übernehme eine führende Rolle.

„Autonomie ist nicht nur die Zukunft der Verteidigung – sie ist der Schlüssel zu beispielloser Geschwindigkeit, Agilität und strategischem Vorteil auf dem Gefechtsfeld“, sagte Thomas Berge Nielsen, CEO von Rheinmetalls Global Business. „Durch die Investition in das PATH Autonomous Kit und die Einrichtung unserer neuen Kompetenzzentren bringen wir weltweit führende autonome Fähigkeiten in den Kampf ein und stellen sicher, dass Rheinmetall an der Spitze militärischer Innovationen bleibt.“

Redaktion / gwh