Seit Jahren steckt der Bau moderner Überwasserkampfschiffe in den USA in der Krise, sind ganze Beschaffungsprogramme für Zerstörer und Fregatten nach Kostenexplosionen immer wieder aufgeschoben, zusammengestrichen oder eingestellt worden. Mit der „Golden Fleet“ soll nun alles anders werden.

Das Ende des Kalten Krieges bescherte der U.S. Navy aufgrund ihrer fast 600 Battle Force Ships eine nahezu unangefochtene Dominanz auf den Weltmeeren. Sinkende Verteidigungsausgaben führten während der 1990er-Jahre zur raschen Außerdienststellung ganzer Klassen von Kreuzern, Zerstörern und Fregatten, parallel wurde der Zulauf neuer Schiffe gedrosselt. Kaum zehn Jahre nach Ende des Kalten Krieges lag die Zahl der US Battle Force Ships bei knapp unter 300.

Einige Kreuzer der „Ticonderoga“-Klasse brachten es auf keine 20 Jahre im aktiven Flottendienst. Foto: Wikipedia Commons

Strategische Neuausrichtung mit Umsetzungsproblemen

Gleichzeitig wurde die strategische Neuausrichtung vorangetrieben, die weniger den klassischen Blue Water-Konflikt als vielmehr die Fähigkeit zur Landwirkung in den Mittelpunkt rückte. In der Folge führte das ab 1994 betriebene „Surface Combatant 21“-Vorhaben zum Projekt „DDG-1000“, aus dem die futuristisch anmutende „Zumwalt“-Klasse (15.900 Tonnen) hervorging. Dank Stealth-Design sollte die neue Klasse ungefährdet in Küstennähe operieren können, um Präzisionsmunition vom Typ LRLAP (Long-Range Land Attack Projectile) aus zwei Advanced Gun Systems auf dem Vorschiff und BGM-109 Tomahawk Marschflugkörper zu verschießen.