Das Beschaffungsamt hat am 26. Februar mit den Unternehmen Helsing Germany und SKD Stark Rahmenverträge über die Beschaffung von Loitering Munition Systemen abgeschlossen, hat das BAAINBw auf seinem WhatsApp-Kanal mitgeteilt. Am Tag zuvor hatte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die Finanzmittel dafür freigegeben.
In einem ersten Abruf soll Helsing Germany 4.300 LMS HX-2 für rund 270 Millionen Euro liefern. Ebenfalls rund 270 Millionen Euro ist der Auftragswert für SKD SE (Stark), die 2.200 LMS Virtus liefern sollen. Damit werde der Einstieg in diese wichtige Fähigkeit sichergestellt, schreibt das BAAINBw.
Die umgangssprachlich Kamikazedrohnen sind propellergetriebene artilleristische Munition, die über dem Zielgebiet solange kreisen (loitern) bis der Bediener die Bekämpfung freigibt. In aktuellen Konflikten haben sich LMS als Schlüsselfähigkeit für moderne Streitkräfte herausgestellt.

Neue Wege in der Beschaffung
Bei der Beschaffung geht die Bundeswehr neue Wege. Die Bestellung erfolgte vor dem Abschluss der Entwicklung und der Qualifikation. Diese soll bis September erreicht werden. Damit soll die frühzeitige Bereitstellung dieser neuen Fähigkeit sichergestellt werden.
Der Anspruch an die Systeme ist hoch, schreibt die Bundeswehr auf ihrer Webseite. Die neue Waffe muss auch bei schlechtem Wetter sowie bei kalten und heißen Temperaturen funktionieren. Genauso muss nachgewiesen werden, dass die angegebenen Reichweiten tatsächlich realistisch sind und die Präzision bei der Bekämpfung eines Ziels den Anforderungen entspricht. Für den zukünftigen Nutzer gehören noch Aspekte wie der konkrete Umgang oder die Instandhaltung der Systeme hinzu. Als erster Verband wird die Panzerbrigade 45 in Litauen ab 2027 mit den neuen Waffen im Rahmen eines Aufklärungs- und Wirkverbundes ausgestattet.
Gerhard Heiming
















