Auf der Rüstungsmesse DSEI 2025 in London stellt Rheinmetall den neuen Feuerleitsensor SEOSS 400 vor. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens hervor. Das System soll Gefechtsfahrzeugen besonders große Reichweiten, hohe Präzision und stabile Zielerfassung bieten. Gedacht ist es unter anderem für die Rheinmetall 130-Millimeter-Kanone, aber auch für moderne Luftverteidigungssysteme.
Der SEOSS 400 knüpft an die Vorgängermodelle an, die beispielsweise im Leopard 2 eingesetzt werden, geht in seinen Möglichkeiten jedoch deutlich weiter. Er verbindet eine bewährte Grundlage mit modernen Funktionen wie einer automatisierten Feuerleitung, die schnelle und präzise Zielbekämpfung erlaubt. Hinzu kommt eine KI-gestützte Zielerkennung, die Bedrohungen noch zuverlässiger identifizieren soll. Außerdem ist das System vollständig digital vernetzt und damit kompatibel mit künftigen Großprojekten wie dem Main Ground Combat System (MGCS) und dem Main Armoured Tank of Europe (MARTE).

Der neue Sensor verfügt über eine dreiachsige Stabilisierung, die eine genaue Zielerfassung ermöglicht. Mit seiner hochauflösenden Optik können Ziele in einer Entfernung von bis zu sechs Kilometern identifiziert werden. Gleichzeitig ist das System so ausgelegt, dass es sowohl auf bemannten als auch auf unbemannten Plattformen eingesetzt werden kann. Auch bei der Feuerleitung bietet der SEOSS 400 erweiterte Möglichkeiten, etwa durch verbesserte Algorithmen und die Fähigkeit, Ziele auch außerhalb der direkten Sichtlinie zu bekämpfen.
Robust auch unter Extrembedingungen
Besonderen Wert legt Rheinmetall auf die Robustheit des neuen Systems. Der SEOSS 400 soll auch dann zuverlässig arbeiten, wenn Fahrzeuge starken Vibrationen ausgesetzt sind – etwa in staubigen und schlammigen Einsatzgebieten. Damit eignet er sich für ganz unterschiedliche Einsatzbedingungen. Mit seiner Kombination aus moderner Optik, stabilisierter Zielerfassung und digitaler Vernetzung soll der SEOSS 400 die Leistungsfähigkeit von Kampf- und Luftverteidigungsfahrzeugen erhöhen.
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