Donald Trump ist offiziell der 47. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. In der Nacht vom fünften auf den sechsten November deutscher Zeit ging es für Millionen von Amerikanern an die Wahlurnen. Die bisherige Auszählung der Stimmen zeigt ein Ergebnis, das längst nicht so knapp ist wie erwartet. Nach Trumps Sieg im Swing State Wisconsin, überschritt der republikanische Kandidat die Grenze von 270 Wahlleuten, die für eine Präsidentschaft nötig sind.
Der damit anstehende Wechsel von einer demokratischen zu einer republikanischen Regierung, wird innen- wie außenpolitisch massive Veränderungen mit sich ziehen.
Laut CNN ist Trumps Umfeld bereits auf der Suche nach Kandidaten für die Trump-Regierung. Im Gespräch sind prominente Trump-Unterstützer wie der exzentrische Milliardär und Tesla-Chef Elon Musk, sowie der ehemalige Präsidentschaftsbewerber Robert F. Kennedy. Die ZEIT betont, dass für die Auswahl der Regierungsmitglieder Loyalität gegenüber Trump der wichtigste Aspekt sei.

Der Wahlkampfperiode, die von einer Neunominierung im demokratischen Lager, bis zu Attentatsversuche auf Trump alles beinhaltete, polarisierte die amerikanische Gesellschaft massiv.
Die NY Times beschreibt Trumps Wahlkampf und seinen Sieg als das „Ausschlachten von Angst und wirtschaftlicher Unsicherheit“. Wähler würden über seine Skandale hinwegsehen. Fox News hingegen sieht in Trumps Sieg den „Phönix aus der Asche“ und das größte politische Comeback aller Zeiten.
Olaf Scholz gratulierte Donald Trump zu seinem Sieg. Michael Link, der Koordinator für transatlantische Kooperation der Bundesregierung, betonte, dass man auf alle Szenarien, die eine Trump-Präsidentschaft nach sich zieht, vorbereitet sei. Auch berichtete die Tagesschau, dass der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius sich noch am 6. November mit seinem französischen Amtskollegen treffen wollte. Es wird vermutet, dass das Treffen mögliche Konsequenzen der Trump-Wahl für die Unterstützung der Ukraine und die Sicherheit Europas thematisieren könnte. Trump verkündete im Wahlkampf mehrmals, dass er den Krieg in der Ukraine bis zum Januar nächsten Jahres beenden wolle. Die FAZ spricht von einer möglichen deutsch-französischen Initiative in Hinblick auf die sich verändernde amerikanische Position in Europa.
Noch ist jedoch unklar, welche Richtung die kommende Trump-Regierung einschlagen wird. Trotz Trumps Macht in der republikanischen Partei kommt auch viel auf den Senat und seine Kabinettsmitglieder an.
Jannis Düngemann















