Der norwegische Verteidigungsminister Bjørn Arild Gram hat am 24. November informiert, dass Norwegen mit der Entwicklung der nächsten Flugkörpergeneration beginnen werde. Die Entwicklung dieses Lenkflugkörpers werde in Zusammenarbeit mit Deutschland erfolgen.
Die Entwicklung soll aufsetzen auf der erfolgreichen Naval Strike Missile (NSM), die in den frühen 2000er Jahren entwickelt wurde und in großen Stückzahlen in der NATO, Australien und Asien verbreitet ist. Auch deutsche Fregatten werden mit dem NSM ausgestattet.
Nach Angabe des Ministers wurde der Flugkörper bisher als Future Naval Strike Missile (FNSM) bezeichnet. In der weiteren Entwicklung wird er unter dem Namen Super Sonic Strike Missile (3SM) Tyrfing geführt werden. Der Name Tyrfing geht auf ein magisches Schwert der nordischen Mythologie zurück.

Unter der industriellen Führung von Kongsberg, die auch die NSM entwickelt haben, soll ein neuer Hochgeschwindigkeitsflugkörper entstehen, der die Fähigkeit zur Bekämpfung von Zielen auf große Entfernungen stärken und ab 2035 einsatzbereit sein soll, so Gram. Das Projekt werde dazu beitragen, die strategisch wichtige technologische Kompetenz weiter auszubauen, so dass wir auch in Zukunft Raketen entwickeln können, die für andere NATO-Mitglieder und enge Verbündete attraktiv sind, so der Minister weiter.
Die norwegische Regierung schlägt nun vor, einen Beschluss zur Einleitung der ersten Entwurfsphase des Projekts zu fassen. Deutschland plant Gram zufolge, eine Entscheidung über die Inbetriebnahme im Jahr 2024 zu erwägen. Nach Abschluss der Planungsphase wird die Regierung dem norwegischen Parlament eine Empfehlung für die Fortführung des Projekts vorlegen.
Redaktion / gwh

















