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Die ukrainische Regierung hat Rheinmetall mit der Lieferung von Kampfpanzern Leopard 1 A5 und ergänzender Peripherie beauftragt. Die Finanzmittel im oberen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich dafür stellt die Bundesregierung aus der Ertüchtigungshilfe zur Verfügung.

Das Paket besteht Rheinmetall zufolge neben den 25 Leopard1 aus fünf Bergepanzern 2 (auf Leopard 1 Basis) und zwei Fahrschulpanzern samt Ausbildung, Logistik, Ersatzteile, Instandsetzung und weitere Unterstützungsleistungen. Die Auslieferung soll im nächsten Jahr erfolgen.

Die „zur Nutzbarmachung“ erforderlichen Arbeiten will das Unternehmen an seinen Standorten in Unterlüß und Kassel durchführen.

Die Ukraine erhält darüber hinaus mehr als 100 deutsch-dänisch finanzierte Kampfpanzer Leopard 1 A5, von denen nach aktueller Übersicht 30 Stück ausgeliefert sind. Diese werden von der FFG Flensburger Fahrzeugbau gemeinsam mit KNDS (früher Krauss-Maffei Wegmann) instandgesetzt.

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Finanziert von Deutschland liefert Rheinmetall Kampfpanzer Leopard 1A5, Bergepanzer 2, Fahrschulpanzer und Luftlandefahrzeuge Caracal an die Ukraine (Foto: Rheinmetall)

Rheinmetall verweist in der Pressemitteilung auf zahlreiche Projekte zur Unterstützung der Ukraine, an der das Unternehmen mitgewirkt hat. So ist aus den Werkstätten des Unternehmens eine große Zahl an Schützenpanzern Marder 1A3 in die Ukraine gegangen, die zum Teil auch schon im Einsatz sind. Bis zu 80 Stück sollen es nach aktueller Auftragslage werden. Weitere 20 Marder könnte Rheinmetall noch liefern.

Überraschend teilte Rheinmetall mit, dass in den nächsten Wochen bis Anfang 2024 fünf Luftlandefahrzeuge Caracal in die Ukraine geliefert werden. Damit wird die Ukraine der Erstnutzer dieses Fahrzeugs. Deutschland und die Niederlande haben erst im Juli bis zu 3.058 Caracal bestellt, die ab 2025 in Serie ausgeliefert werden sollen. Der Caracal ist ein Gemeinschaftsprodukt von Rheinmetall, Mercedes-Benz und Armoured Car Systems. Verteidigungsminister Boris Pistorius hatte im Oktober im Winterpaket für die Ukraine eine Ausstattung für die ukrainischen Spezialkräfte angekündigt, ohne das Material näher zu spezifizieren.

Redaktion / gwh