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Das italienische Heer setzt die Ausstattung der Kampfbrigaden mit modernen Radpanzern fort. Die Direktion für Landstreitkräfte des italienischen Verteidigungsministeriums hat mit dem Konsortium Iveco – Oto Melara (CIO) einen Vertrag über die Lieferung von 40 gepanzerten 8×8-Radfahrzeugen Freccia, sechs Rettungs- und Bergefahrzeugen mit der Antriebsformel 10×10 und logistische Unterstützung für die Fahrzeuge über fünf Jahre Betrieb abgeschlossen, wie das Konsortium mitgeteilt hat. Das Vertragsvolumen wird auf 440 Millionen Euro geschätzt.

Das neue Veicolo Blindato Medio (VMB) Freccia ist eine modernisierte Version des bereits in großer Stückzahl in Italien eingeführten Gefechtsfahrzeugs. Unter der Bezeichnung VMB Combat Plus hat CIO einen neuen Motor mit 485 kW (plus 80 kW) integriert. Das Antriebssystem wurde für ein künftiges Hybrid-Elektroantriebssystem vorbereitet. Im Turm ist das modernisierte Feuerleitsystem für die Aufnahme elektrischer Komponenten neuester Generation wie digitale optische Erkennungs- und Zielsysteme befähigt worden. Hinzu kommen neue Anlagen für interne und externe Kommunikation (Software Defined Radio, SDR) sowie ein neues Kommunikations- und Führungssystem.

Die Fahrzeuge werden in drei Versionen geliefert: 14 Fahrzeuge werden als Mörserträger ausgeführt. 13 VBM kommen als Führungsfahrzeuge mit zwei Plätzen für Gefechtsstandpersonal (Tactical Unit) und 13 als Führungsfahrzeuge ohne Turm für eine höhere Kommandoebene mit vier Gefechtsstand-Arbeitsplätzen (Command Unit).

Nach Angaben von CIO zeichnen sich die neuen VBM PLUS durch erhöhte Mobilität, Wirksamkeit und integrierte C4I aus. Sie ermöglichten es dem italienischen Heer, den Herausforderungen der kommenden Jahre mit einem modernen Fahrzeug zu begegnen, das in die netzzentrierte Architektur des digitalen Gefechtsfeldes integriert sei.

Weitere Freccia 8x8 für das italienische Heer

Die Bergungs- und Rettungsplattformen von Iveco Defence Vehicles verfügen CIO zufolge über einen Allradantrieb auf alle fünf Achsen mit drei Lenkachsen, einen  Cursor-16-Motor von FPT Industrial mit 500 kW und eine neu gestaltete geschützte Hochdach-Kabine, die den höchsten Schutzstandards für die Besatzung entspricht. Diese Fahrzeuge können laut Hersteller von einer stabilen Plattform aus Lasten bis zu 25 t heben und bewegen sowie liegengebliebene, beschädigte oder umgestürzte Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht bis zu 32 t bergen.

Redaktion / gwh