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Die australische Regierung unterstützt die Forschung zur Anwendung von Technologien wie den 5G-Mobilfunkstandard und das Internet der Dinge (Internet of things, IOT). In einem wettbewerbsorientierten Programm sollen Unternehmen bis 2023 Lösungen entwickeln und demonstrieren, die aus der Nutzung der Technologien Vorteile erzielen. Damit soll der Kern für den schnelleren Ausbau von 5G-gestützten Fähigkeiten geschaffen werden, wie die Regierung auf ihrer Kommunikationsseite mitgeteilt hat. Zu den 19 in der ersten Runde ausgewählten Unternehmen gehört Rheinmetall Defence Australia, das sich mit einem autonomen/ ferngesteuerten Feuerlöschpanzer beworben hatte.

In diesem mit umgerechnet 930.000 EUR geförderten Projekt wird der Einsatz von Low-Band 5G zur Unterstützung der Fernsteuerung dieser Fahrzeuge über große Entfernungen untersucht.

Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Untersuchung der Machbarkeit dieser Technologie und der Entwicklung einer 5G-Reichweitenverlängerung für Drohnen.

In dem Advanced Firefighting Concept (AFC) entwickelt Rheinmetall autonome Fahrzeuge, die Buschbrände in extremen Umgebungen bekämpfen können. „Das AFC basiert auf der Marder-Plattform der Bundeswehr und zielt darauf ab, das Risiko für die Feuerwehrleute an vorderster Front zu verringern. Es wurde nach den Buschbränden 2019/20 entwickelt“, erläuterte Gary Stewart, Geschäftsführer von Rheinmetall Defence Australia, das Projekt.

Bei dem Umbau wurden in das Schützenpanzer-Fahrgestell eine Feuerlöschkanone und ein Tank mit Feuerlöschmitteln integriert. Das Triebwerk wurde für den Betrieb in heißer Umgebung mit Bränden angepasst. Vor allem wurde eine digitale Fernsteuerung eingebaut, mit der alle Funktionen des Fahrzeugs – Vorwärts-/Rückwärtsfahrt, Lenken, Einsatz der Feuerlöschkanone – gesteuert werden können. Kameras übertragen die Bilder vom Standort des Fahrzeugs und ermöglichen den Einsatz der Feuerlöschkanone und können als Basis für den Einsatz von Kräften in der Umgebung genutzt werden.

Rheinmetall Australia entwickelt autonomes Feuerlöschfahrzeug mit 5G-Mobilfunk

„Damit ist das Feuerwehrfahrzeug in der Lage, gefährliches Terrain zu durchqueren, um Rettungs-, Räumungs- und Brandbekämpfungseinsätze über Entfernungen von mehr als 100 Kilometern zu unterstützen”, sagte Stewart.

Für eine stabile Kommunikationsverbindung will Rheinmetall mit Unterstützung des Telekommunikationsunternehmens Telstra ein unbemanntes Luftfahrzeug als Kommunikationsrelais einsetzen, das für das abgesetzte Feuerlöschfahrzeug ein 5G-Netz aufbaut.

Das über ein 5G-Netz ferngesteuerte Feuerlöschfahrzeug soll in Zukunft durch Feuer gefährdete Bereiche überwinden und in bis zu 100 km Entfernung Feuerlöscheinsätze durchführen und Informationen zur Operationsführung und Schadensbeurteilung übermitteln, ohne das Personal gefährdetet wird.

gwh