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Das britische Verteidigungsministerium hat das aktive Schutzsystem (Active Protection System, APS) Trophy von Rafael für weitere Untersuchungen im Rüstungsprogramm Kampfpanzer Challenger 3 ausgewählt. In der kommenden Phase werden für das Schutzsystem Nutzwert und die Integration in Turm und Wanne des Kampfpanzers untersucht.

Im Mai 2021 hatte das britische Verteidigungsministerium RBSL, (Rheinmetall BAE Systems Land, das 2019 gegründete Joint Venture von Rheinmetall und BAE Systems Land UK) mit der Modernisierung von 148 Kampfpanzern Challenger zur Version 3 beauftragt. Bei den umfassenden Maßnahmen zur Verbesserung von Feuerkraft, Führbarkeit und Schutz war über den aktiven Schutz noch nicht entschieden.

APS Trophy für Kampfpanzer Challenger 3
Das APS Trophy auf einem Bradley bei Tests in Israel, Foto: Rafael

Jetzt soll mit Trophy MV, der Version für mittlere Kampffahrzeuge, die Schutzlücke geschlossen werden.

Rafael beschreibt das Trophy APS als ausgereiften, kampferprobten Schutz gegen Raketen- und Flugkörperbedrohungen, das gleichzeitig den Ursprung des feindlichen Feuers für eine sofortige Reaktion lokalisiert. Das System hat sich seit 2010 auf Kampfpanzern Merkava und Schützenpanzern Namer der israelischen Streitkräfte im Kampf bewährt. Nach den USA, die die Kampfpanzer Abrams von vier Brigade Combat Teams ausgestattet haben, und Deutschland, das für ein Kompanieäquivalent an Leopard 2 Trophy bestellt hat, wäre Großbritannien der vierte Nutzer von Trophy.

APS Trophy für Kampfpanzer Challenger 3

Nach Aussage von Rafael konnte Trophy in 5.400 Einsätzen mit mehr als 1.000.000 Betriebsstunden Besatzungen und Plattformen so weit schützen, dass weder Verletzungen noch nennenswerte Beschädigungen gegeben habe.

Gerhard Heiming