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Der Kommandeur des Kommandos Spezialkräfte der Bundeswehr soll versetzt werden. Im Zusammenhang eines größeren Revirements in der Bundeswehr soll der Kommandeur des Kommandos Spezialkräfte, Brigadegeneral Markus Kreitmayr, im Herbst versetzt werden. Wie ESut.de aus gut unterrichteten Kreisen erfahren hat, handelt es sich dabei um eine sog. „Querversetzung“, also die Versetzung auf einen Posten mit gleichem Dienstgrad.

Kreitmayr ist seit Ende Juli 2018 Kommandeur des Kommandos Spezialkräfte. Nach drei Jahren ist eine Versetzung durchaus üblich. Da Kreitmayr in dieser Funktion erst zum Brigadegeneral befördert wurde, ist auch eine Versetzung auf einen Posten mit gleichem Dienstgrad nicht ungewöhnlich. Kreitmayr steht in der öffentlichen Kritik, weil in seinem Kommando Soldaten mit rechstextremer Gesinnung aufgefallen sind. Zumindest ein Teil der Fälle stammt aus der Zeit, bevor er zum KSK nach Calw kam. Er hat sich im letzten Jahr nach Ansicht vieler in der Bundeswehr sehr für eine innere Reform des KSK eingesetzt. Dabei hat er Soldaten, die vorher entwendete Munition zurückgegeben haben, straffrei gestellt. Deswegen läuft gegen ihn ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren.

In der Bundeswehr findet regelmäßig zum 1. Oktober ein größeres Revirement statt. Die Personalie Kreitmayr erregt daher nur wegen der Debatte um das KSK öffentliche Aufmerksamkeit.

KSK-Kommandeur soll versetzt werden

Rolf Clement