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Am 17. April hat die Bundeswehr den vierten Hubschrauber vom Typ H145 in der SAR (Search and Rescue, Suche und Rettung)-Konfiguration übernommen, wie Airbus via Twitter mitteilte. Die Übergabe bei Airbus Helicopters in Donauwörth wurde von dem Vorgängermodell Bell UH-1D Huey begleitet, die sich mit einer Sonderlackierung als Goodbye Huey auswies.

Mit insgesamt sieben Hubschraubern H145 SAR soll bei der Bundeswehr die Search and Rescue-Fähigkeit erhalten werden. Ab April 2021 sollen hierfür nur noch H145 SAR eingesetzt werden, wenn bis dahin – wie vorgesehen – alle bestellten Hubschrauber ausgeliefert sind und die Ausbildung der Besatzungen abgeschlossen ist. Bisher liegt die Auslieferung der Hubschrauber vor dem Plan.

Als Standorte für die Wahrnehmung der SAR-Aufgabe sind Niederstetten (Baden-Württemberg), Holzdorf (bei Wittenberg) und Nörvenich (bei Köln) festgelegt. In Niederstetten wird als erstes der Betrieb mit H145 aufgenommen.

Seit Dezember 2019 laufen die H145 – ausgerüstet für die SAR-Rolle – der Bundeswehr zu. Die Missionsausstattung umfasst u.a. für das Suchen und Finden von in Not geratenen Personen Infrarot- und Wärmebildsensoren, einen Hochleistungssuchscheinwerfer, ein Peilgerät für die Ortung von Notsignalen und ein Ortungsgerät für die Entdeckung von Mobiltelefonen. Zur Bergung dienen eine Rettungswinde und Tragen. Im Hubschrauber ist eine medizinische Ausstattung für die notfallmedizinische Betreuung verfügbar.

Mit den neuen SAR-Hubschraubern wächst die Flotte an H145-Hubschraubern in der Bundeswehr auf 22, da bereits seit 2017 fünfzehn H145M in der Rolle für Spezialkräfte in Betrieb sind.

Gerhard Heiming