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Die Bundeswehr führt zwei neue Dienstgrade ein. Damit soll der Dienst in der Mannschaftslaufbahn noch attraktiver werden. Die ersten der ca. 1.400 Dienstposten sollen ab Ende 2021 bzw. zum 1. April 2022 besetzt werden. Diese neuen Mannschaftsdienstgrade sind Teil der Neuausrichtung der Mannschaftslaufbahn. Sie werden nach dem Prinzip der Bestenauswahl durch Soldatinnen und Soldaten besetzt, die bereit sind, mehr Verantwortung zu übernehmen. Die neuen Dienstgrade richten sich an die Soldatinnen und Soldaten, die keine höhere Dienstgradgruppe anstreben, also nicht in die Unteroffizierslaufbahn wollen.

Bisher war für Mannschafter der Oberstabsgefreite der höchste Dienstgrad. Damit, so heißt es, fehlt eine weitere Perspektive und oft auch die Motivation. Dem soll durch zwei neue Spitzendienstgrade – Korporal und Stabskorporal – begegnet werden.

Damit wird auch der Tatsache Rechnung getragen, dass Soldatinnen und Soldaten in der Mannschaftslaufbahn heute erheblich länger in den Streitkräften dienen als früher.

Die Schaffung der neuen Korporal-Stellen ist zunächst ein Pilotprojekt. Die Erfahrungen fließen gegebenenfalls in die Planung und Besetzung weiterer Korporals-Dienstposten in den Jahren 2023 bis 2031 ein. Bis zum Jahr 2031 ist ein Zielumfang von insgesamt ca. 5.000 Dienstposten ins Auge gefasst.

Interessierte Mannschaftsoldatinnen und -soldaten finden weiterführende Informationen im Intranet der Bundeswehr oder wenden sich an ihre Disziplinarvorgesetzten.

 

Die Korporale kommen

Verfahren

Ein Oberstabsgefreiter kann sich erstmalig zum 30.10.2020 auf einen Korporal-Dienstposten bewerben. Vorgesetzte können auch Vorschläge machen. Bewerben kann man sich nur auf Dienstposten im eigenen Verband. Als Voraussetzung muss der Soldat zum 30. November 2020 mindestens seit drei Jahren Oberstabsgefreiter sein – und die weiteren Anforderungen erfüllen. Außerdem muss er über mindestens noch drei Jahre Restdienstzeit verfügen.

Die endgültige Entscheidung liegt beim Bundesamt für Personal.

André Forkert