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Heute Morgen teilten die beiden Werften Lürssen und German Naval Yards Kiel den Zusammenschluss zu einer deutschen Großwerft mit. „Die bisherigen Aktivitäten im militärischen und behördlichen Überwasserschiffbau sollen künftig in ein gemeinsames Unternehmen unter Führung der Bremer Lürssen-Gruppe eingebracht werden“, so die Unternehmen. „Die Vorarbeiten zu einer abschließenden vertraglichen Vereinbarung über das Gemeinschaftsunternehmen konnten in dieser Woche zwischen den Eigentümerfamilien erfolgreich abgeschlossen werden. Der geplante Zusammenschluss unterliegt dem fusionskontrollrechtlichen Genehmigungsvorbehalt.“

Die Bundesregierung sei bereits frühzeitig durch den Maritimen Koordinator, Norbert Brackmann, MdB, in die Konsolidierungsgespräche einbezogen gewesen. Er habe den Prozess mit seiner Expertise maßgeblich begleitet und unterstützt.

„Wir sind davon überzeugt, dass eine Konsolidierung unserer Werften im Marineschiffbau sinnvoll und förderlich ist, um dadurch deren Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken“, sagte Friedrich Lürßen, Gesellschafter der Lürssen-Gruppe, anlässlich der Fusionsverkündung. „Wir gehen diesen Weg in der Erwartung, dem nationalen Auftraggeber in der neuen Struktur ein umfassenderes und leistungsfähiges Angebot zu einer dauerhaften Belieferung und Betreuung hochwertiger Marineeinheiten geben zu können. Wir stehen hierzu mit unserem Team aus motivierten und hochqualifizierten Mitarbeitern verlässlich zur Verfügung. Mit diesem strategischen Zusammenschluss wollen wir auch aktiv dazu beitragen, die Auswirkungen der durch die gegenwärtige Corona-Pandemie entstandenen Herausforderungen im Schiffbau gemeinsam zu meistern und Arbeitsplätze und Technologiefähigkeit für den nationalen Standort langfristig zu sichern. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und sind zuversichtlich, noch vor uns liegende Hürden in der Umsetzung unserer Konsolidierungsstrategie nehmen zu können.“

Dorothee Frank