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General Atomics Aeronautical Systems, Inc. (GA-ASI) gab am 20. Februar den erfolgreichen Test seines Airborne Laser Communication Systems (ALCoS) bekannt, nachdem eine Verbindung mit einem Satelliten im geosynchronen Erdorbit (GEO) hergestellt wurde. Der Test wurde zusammen mit der deutschen Tesat-Spacecom (TESAT), dem Marktführer für weltraumgestützte Laserkommunikation (Lasercom), mit dem GEO Laser Communication Terminal LCT 135 durchgeführt. Es handelte sich dabei um die erste Demonstration eines luftgestützten Weltraum-Laserkommunikationssystems unter Einsatz einer MALE-Drohne (Medium-Altitude Long-Endurance).

GA-ASI testete ALCoS von einem Observatorium auf Teneriffa auf den Kanarischen Inseln mit einer geschlossenen Verbindung zum LCT 135-Terminal von TESAT an Bord des GEO-Satelliten Alphasat. Der Test demonstrierte die erfolgreiche Erfassung und Verfolgung sowie die ausreichende Leistung zum Zustandekommen der Verbindung mit dem LCT 135. GA-ASI ist dabei, die Entwicklung des Flugsystems für den Einsatz auf einem MQ-9 RPA (Remotely Piloted Aircraft) abzuschließen.

„Dieser Test war ein entscheidender Schritt, um unsere Luftfahrzeuge mit einem Breitband-Kommunikationssystem auszustatten, das von einem Gegner nicht gestört oder detektiert werden kann”, sagte Linden Blue, CEO von GA-ASI. „ALCoS ermöglicht damit eine neue Generation von Hochleistungssensoren, indem der Datenengpass der aktuellen RF-SATCOM-Technologie beseitigt wird.“

ALCoS ist das Ergebnis einer fünfjährigen Entwicklungsarbeit, die von GA-ASI eigenfinanziert wurde, um eine störungs- und detektionsresistente Kommunikationsverbindung für den MQ-9 bereitzustellen. Das neue System soll eine 300fach größere Datenkapazität als die derzeitigen RF-SATCOM-Systeme ermöglichen. Damit können nicht nur neue und bessere Sensoren an Bord genutzt werden, sondern auch Kampftruppen auf dem Gefechtsfeld auf diese Daten zugreifen.

Das System arbeitet in den optischen Wellenlängen 1064 nm und 1550 nm. TESAT kann auf mehr als 12 Jahre Erfahrung bei in Verwendung befindlichen Laserkommunikationssystemen verweisen. Die LCT 135-Terminals von TESAT werden derzeit auf sieben Satelliten im Orbit eingesetzt. Diese LCTs stellen über eine Entfernung von 45.000 km mehr als 60 Satelliten-zu-Satelliten-Verbindungen pro Tag her und haben bisher insgesamt über 30.000 Verbindungen bereitgestellt. Damit hat TESAT die kommerzielle Realisierbarkeit der Lasersatellitenkommunikation nachgewiesen.