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Mistral 3 ist die leistungsfähigste Variante des Luftabwehr-Raketensystems für den Nächstbereich Mistral von MBDA. Bei dem Demonstrationsschießen von MBDA wurde Mistral 3 sowohl von einem zweifach-Starter ATLAS-RC auf einem Fahrzeug als auch von tragbaren Werfern (Man Portable Air Defence System, MANPADS) eingesetzt. Die Feuerleitung erfolgte über mehrere LICORNE, das MBDA-Führungs- und Steuerungssystem für die bodengebundene Luftverteidigung im Nahbereich, das auf verschiedene Sensoren zurückgreifen konnte: Saab Giraffe 1-X Radarsystem sowie IR- und Tagsicht-Kameras.

Die unbemannte Zieldarstellungsdrohne Mirach 40 von Leonardo simulierte die Bedrohungen und stellte unterschiedliche Flugprofile dar, so wie bei Angriffen erwartet werden.

Die Mistral 3-Rakete, die derzeit bei den französischen Streitkräften im Einsatz ist, ist eine Flugabwehrrakete, die mit einem Infrarot-Bildsuchkopf und fortschrittlichen Bildverarbeitungsfunktionen ausgestattet ist. Dies ermöglicht, Ziele mit geringer thermischer Signatur wie: UAVs, turbojetbetriebene Raketen und schnelle Schiffe auf große Entfernung zu bekämpfen, bei gleichzeitig ausgezeichneter Widerstandsfähigkeit gegen Gegenmaßnahmen.

Dies nachzuweisen, war Gegenstand der Demonstration des Systems vor Delegationen aus 15 Ländern, die vorher in Workshops die Leistungsfähigkeit des Systems kennengelernt hatte. Auf die nur 2,5 m lange Mirach Zieldarstellung – mit bloßem Auge nicht zu sehen – wurde auf eine Zielentfernung von sieben Kilometern geschossen. Nach Zielauffassung via LICORNE wurde die Rakete abgefeuert und konnte das Ziel erfolgreich bekämpfen.

Technische Daten Mistral 3
Einsatzverfahren: Fire and forget mit Infrarot-Suchkopf
Länge: 1,86 m
Durchmesser: 90 mm
Gewicht: 19,7 kg
Gefechtskopf: 3 kg
Geschwindigkeit: 930 m/s (3.350 km/h, Mach 2,7)

Gerhard Heiming

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