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Systeme zum Non-Line-of-Sight (NLOS) Imaging sollen quasi „um die Ecke sehen“ und Objekte aufnehmen können, die sich außerhalb ihres direkten Blickfeldes befinden. Ihre technische Realisierung könnte insbesondere auf der computergestützten Auswertung von Streulicht basieren. Sie werden erforscht, weil man sich von ihnen in vielen Anwendungsbereichen ganz neue Möglichkeiten erwartet, vom autonomen Fahren bis hin zur militärischen Aufklärung.

Die Besonderheit der hier betrachteten Ansätze des NLOS Imaging besteht darin, dass sie auf mehrfach diffus gestreutem Licht beruhen. Dabei wird das hinter einem Hindernis verborgene Objekt indirekt mit Lichtpulsen beleuchtet, die dazu auf eine Fläche (Wand, Boden, Zimmerdecke etc.) neben dem Objekt gerichtet werden. Ein Teil des Lichts wird von dieser Fläche in Richtung des Objekts gestreut, von dem es wiederum über die Fläche zurück durch weitere Streuungen zu einem speziellen Detektor neben der Lichtquelle gelangt. Mit einer konventionellen Abbildungsoptik kann aus diesem Streulicht kein Bild des Objekts erzeugt werden. Allerdings trägt auch diffus gestreutes Licht Informationen über die Form von mit ihm wechselwirkenden Objekten und die Geometrie ihrer Umgebung. Zudem ist der Informationsgehalt prinzipiell umso höher, je häufiger das Licht auf seinem Weg von der Lichtquelle bis zum Detektor gestreut worden ist. 

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