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Das tschechische Verteidigungsministerium hat angekündigt, vier Anbieter zur Abgabe eines Angebots für ein neues Infanterie-Kampffahrzeug aufzufordern. Im Rennen sind BAE Systems mit dem CV90 Mk IV, General Dynamics European Landsystems (GDELS) mit dem Ascod, PSM mit dem SPz Puma und Rheinmetall Landsysteme mit dem Lynx KF 41.

Auf Basis der Angebote soll im August 2019 ein Entwicklungs- und Liefervertrag abgeschlossen werden, mit dem die Lieferung von 210 Fahrzeugen im Zeitraum 2020 bis
2025 vereinbart werden soll. Die Nutzungsdauer wird auf dreißig Jahre veranschlagt.

vorherige Vergleichsuntersuchung

Tschechien will seine alternde Flotte von gepanzerten Infanteriekampffahrzeugen (Armoured Infantry Fighting Vehicles, AIFV) der Typen BMP 1 und BMP 2 durch moderne Fahrzeuge ersetzen. Auf Einladung der tschechischen Streitkräfte haben in den letzten Jahren Vergleichsuntersuchungen stattgefunden, in denen die Leistungsfähigkeit der potentiellen Nachfolger erprobt wurde.

Im statischen Teil der Untersuchung wurden die Fahrzeuge vermessen, ihre Grundfunktionen geprüft sowie Waffen, Schutz und Sensoren erläutert. Im dynamischen Teil standen zunächst die Fahrleistungen der Fahrzeuge auf festen Wegen und im Gelände im Blickpunkt der Tester. Hierzu gehörte auch die Überwindung schwieriger Geländeabschnitte wie Einschnitte, Gräben mit und ohne Wasser und Steilhänge. Soldaten erprobten Sitzkomfort und Funktionalitäten ebenso wie das Auf- und Absitzen. Nicht zuletzt mussten sich die Wettbewerbsteilnehmer im scharfen Schuss mit bewegten und stehenden Zielen auf mittlere und große Entfernung beweisen.

 

Gerhard Heiming

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