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Tschechien will seine veralteten BVP-2-Schützenpanzer aus russischer Produktion durch 200 Schützenpanzer westlicher Bauart ersetzen. Auf einer Pressekonferenz anlässlich des Besuchs von Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer in Prag teilte der tschechische Verteidigungsminister Lubomir Metnar mit, dass die Auswahl unter drei möglichen Lieferanten Ende 2020 bis spätestens Anfang 2021 erfolgen soll. Die Beschaffung von 200 Schützenpanzern in sieben Varianten sei das größte Modernisierungsvorhaben in der modernen Geschichte der tschechischen Streitkräfte, so Metnar. Dabei würden die Anforderungen des EU-Rechtes erfüllt. Das Beschaffungsvolumen wird auf zwei Milliarden Euro geschätzt.

Noch sind Wettbewerber aus drei Ländern im Rennen: Aus Deutschland der Schützenpanzer Lynx (Rheinmetall), aus Schweden der CV90 (BAE Systems) und aus Spanien der Ascod (General Dynamics European Landsystems (GDELS)).

Kramp-Karrenbauer nutzte die Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass man die Abwehr zukünftiger Bedrohungen am besten gemeinsam stemmen könne. Sie verwies auf bilaterale Projekte mit Frankreich, die für andere europäische Staaten geöffnet würden. Sie nannte explizit das zukünftige Kampfflugzeug FCAS, bei dem Spanien Partner geworden ist.

Schützenpanzer-Entscheidung in Tschechien bis Anfang 2021
Schützenpanzer-Entscheidung in Tschechien bis Anfang 2021

Gerhard Heiming