Wie die Bundeswehr mit zivilen Partnern eine sichere Plattform für Krisen, Katastrophen und Verteidigung aufbauen will

Krisenlagen, Sabotage, Katastrophenschutz und die Anforderungen der Landes- und Bündnisverteidigung zeigen, wie wichtig ein aktuelles, belastbares und zwischen staatlichen Stellen geteiltes Lagebild ist. Mit dem Territorial Hub, kurz TerrHub, also ein sicherer Knotenpunkt, an dem Informationen aus unterschiedlichen zivilen und militärischen Bereichen zusammenlaufen, ausgewertet und für die beteiligten Stellen wieder verfügbar gemacht werden sollen. Ziel ist ein gemeinsames Lagebild, das Entscheidungen in Krisen, bei Naturkatastrophen und im Verteidigungsfall schneller und belastbarer macht.

Generalleutnant Alexander Sollfrank, Befehlshaber des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr, beschreibt die operative Notwendigkeit eines solchen Ansatzes. Im Anschluss erläutern Vertreter von Bundeswehr und Industrie im Gespräch mit ES&T, wie das System angelegt ist, welche technischen und organisatorischen Hürden zu überwinden sind und welches Potenzial in dem Projekt steckt.

Generalleutnant Alexander Sollfrank, Befehlshaber des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr [Foto: Bundeswehr]

Warum ein gemeinsames Lagebild nötig ist

In der aktuellen sicherheitspolitischen Situation ist es sehr wichtig, über ein aktuelles und umfassendes Lagebild zu verfügen. Denn nur auf dieser Grundlage können sachgerechte Bewertungen und passgenaue Entscheidungen getroffen werden, oftmals zudem unter hohem Zeitdruck.