Für die Herstellung und Vermarktung des Raketenartilleriesystems EuroPULS haben die Entwickler des Systems, KNDS Deutschland und Elbit Systems die Gründung eines Joint Ventures vereinbart, wie KNDS heute mitgeteilt hat.
Das Joint Venture soll den Namen EuroPULS erhalten und als 50:50-Partnerschaft realisiert werden. An seinem Hauptsitz in Kassel soll sich die EuroPULS GmbH vorrangig auf die Bedürfnisse der europäischen Streitkräfte im Bereich Raketenartilleriesysteme konzentrieren.

EuroPULS für europäische Landstreitkräfte
„Diese Partnerschaft stärkt unsere Position und ermöglicht es uns, die Marktpräsenz unserer Raketenartillerie weiter auszubauen“, sagte Dr. Axel Scheibel, Chief Technology Officer von KNDS Deutschland. „Elbit steuert sein einsatzerprobtes Raketenwerfersystem PULS bei, während KNDS seine fortschrittliche Feuerleittechnik und seinen breiten europäischen Kundenstamm einbringt. Gemeinsam sind wir zuversichtlich, dass EuroPULS die wachsende Nachfrage europäischer Nationen nach verstärkten Verteidigungsfähigkeiten erfüllen wird.“
Yehuda (Udi) Vered, Geschäftsführer von Elbit System Land, fügte hinzu: „Die Gründung dieses Joint Ventures ist ein wichtiger Schritt zur Vertiefung unserer industriellen Zusammenarbeit und unseres Engagements in Europa und der NATO. Durch die Kombination der starken Präsenz von KNDS im Bereich europäischer Landsysteme mit den kampferprobten Fähigkeiten von Elbit in diesem Bereich schaffen wir eine Lösung, die auf die sich wandelnden Bedürfnisse der europäischen und NATO-Streitkräfte zugeschnitten ist.“

Laufende Entwicklung
PULS steht für Precise and Universal Launching System. Das Raketenwerfer-Artilleriesystem wird seit Februar 2025 aufgrund einer Vereinbarung zwischen der Regierungen Deutschlands, Israels und der Niederlande einer Anpassentwicklung unterzogen. Elbit Systems ist dazu eine Kooperation mit KNDS Deutschland und Diehl Defence eingegangen. Deutschland hat fünf EuroPULS-Launcher für die IOC (Initial Operating Capability) bestellt. Die Lieferung und Qualifizierung sind für 2027 geplant.
Das EuroPULS Rocket Launcher Artillery System zeichnet sich durch eine offene Architektur und ein anpassungsfähiges Design aus, schreibt Elbit Systems. Diese ermöglichen die Integration des Advanced Launcher Moduls in eine Vielzahl von Plattformen. Darüber hinaus unterstütze es die Integration von Fremdmunition, so dass das System auch Raketenmunition anderer Hersteller abfeuern könne.
In der Bundeswehr soll euroPULS das in die Jahre gekommene Mittlere Artillerieraketensystem MARS 2 ersetzen.
Gerhard Heiming














