Die Bundeswehr hat erste Verträge für Beschaffung und Betrieb von Containerunterkünften an zahlreichen Standorten der Bundeswehr abgeschlossen. Mit dem „Sofortprogramm Infrastruktur Personalgewinnungsorganisation“ (SIPGO) will die Bundeswehr bis September 2026 Unterkünfte für rund 7.150 Rekruten sowie ergänzende Funktionsflächen bereitstellen, hat die Bundeswehr auf ihrer Webseite im Dezember 2025 mitgeteilt.
Baubeginn März
Seit Dezember 2025 erfolgten die Ausschreibungen im EU-Mitteilungsblatt TED – tenders electronic daily – durch das Bauamt Ingolstadt in bisher sechs Clustern. Ausgeschrieben wurden Rahmenverträge zur Errichtung, Betrieb und Rückbau von Containerunterkünften für die Bundeswehr. Die Containerunterkünfte sollen zum größten Teil autark (Strom, Wärme, Wasser und Abwasser) betrieben werden. Die Unterkünfte sollen beginnend ab 1. März innerhalb eines Jahres errichtet werden. Die rund 30 vorgesehenen Standorte sind im gesamten Bundesgebiet verteilt. Bisher gibt es noch keine Ausschreibungen für Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen und das Saarland.
Der Gesamtwert der sechs Ausschreibungen liegt bei 888 Millionen Euro. Soweit bisher bekannt, wurden Aufträge in jeweils zweistelliger Millionen Euro-Höhe an mindestens sieben Auftragnehmer vergeben, überwiegend an Mittelständler.

Beschleunigtes Verfahren G-CAP
Die Bundeswehr soll bis 2031 auf 203.000 Soldaten aufwachsen. Die dafür benötigten Unterkünfte sollen mit dem beschleunigten Verfahren G-Cap Inland (German Armed Forces – Contractor Augmentation Program) bereitgestellt werden. Geplant ist die Bereitstellung von 300 Unterkünften ab 2027. Mit den Unterkünften aus dem SIPGO-Programm soll der vorübergehende Unterkunfts-Bedarf gedeckt werden.
Mit Container-Unterkünften hat die Bundeswehr bereits Erfahrung. In den Einsätzen wie auf dem Balkan, in Afghanistan und Afrika haben zahlreiche Soldaten Wochen und Monate in Container-Dörfern verbracht. Auch in Litauen sind für den Übergang Container-Unterkünfte gebaut worden.
Gerhard Heiming












