
General Atomics präsentiert besatzungsloses Kampfflugzeug der Gambit Serie in Deutschland
General Atomics hat die flugerprobte Plattform Gambit mit einem europäischen Missionssystem kombiniert und damit eine europäische Version des besatzungslosen Kampfflugzeugs konfiguriert. Die europäische Gambit war der Mittelpunkt einer Präsentation der GA-Geschäftseinheiten General Atomics Europe (GA-Europe) und General Atomics Aeronautical Systems (GA-ASI) auf dem Sonderflughafen Oberpfaffenhofen. Das vorgestellte Konzept soll einer Information von GA-Europe vom 9. Dezember zufolge einen realistischen technologischen Pfad zur Bereitstellung unbemannter Luftkampffähigkeiten für europäische Streitkräfte eröffnen.
Nach Angabe von GA-Europe erhielten Vertreter führender deutscher Industrieunternehmen (unter anderem aus den Bereichen Sensorik, Künstliche Intelligenz, Missionssysteme, Software, Datenlink und Systemintegration) einen ersten technischen Einblick in Architektur, Integrationslinien und mögliche industrielle Beiträge für ein europäisches Collaborative Combat Aircraft (CCA). Der steigende Bedarf an skalierbaren, interoperablen und einsatzfähigen CCA- / UCAV-Systemen in Europa bildete den strategischen Hintergrund des Previews.

CCA Gambit am Standort Oberpfaffenhofen
GA-ASI hat im Rahmen des „CCA Program Increment 1“ der U.S. Air Force ein erstes Derivat der Gambit Serie entwickelt, welches unter der Bezeichnung YFQ-42A bereits im Flug erprobt wird. Die geringe Signatur sowie ein interner Waffenschacht prädestinieren nach GA-ASI-Informationen die teilautonome Plattform sowohl für Luft-Luft- als auch für Luft-Boden-Einsätze.
Der Autonomie-Kern des Systems sei mehr als fünf Jahre lang mit dem ebenfalls strahlgetriebenen MQ-20 Avenger von GA-ASI trainiert worden. Dieser operative Vorsprung verschaffe dem System einen in dieser Klasse einzigartigen Reifegrad.
Ein weiterer Schwerpunkt des Previews lag der Mitteilung zufolge auf den Integrationsmöglichkeiten am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen, dem Standort von General Atomics AeroTec Systems. Die Infrastruktur des Standorts sowie die langjährige Erfahrung in Modifikation, Integration und Test von Luftfahrtsystemen biete beste Voraussetzungen für anspruchsvolle technische Arbeiten im Rahmen eines europäischen CCA-Programms.
Austausch mit der europäischen Industrie wird fortgesetzt
„Da realen Bedrohungen nur mit realen Fähigkeiten begegnet werden kann, ist unser Ansatz für ein europäisches CCA bewusst pragmatisch, um den zeitkritischen Bedarf decken zu können: Wir kombinieren erprobte Technologien, die wir bereits im Flug getestet haben, mit einem europäischen Missionssystem und schaffen damit einen risikoarmen transatlantischen Pfad zu modernen CCA-Fähigkeiten“, sagte Linden P. Blue, CEO von General Atomics Aeronautical Systems.
„Der Standort Oberpfaffenhofen verfügt über die nötige technische Tiefe und Luftfahrtkompetenz für komplexe Integrations- und Anpassungsarbeiten. Der Austausch mit der europäischen Industrie ist ein wichtiger Schritt, um mögliche Beiträge und Kooperationslinien frühzeitig zu strukturieren“, erklärte Harald Robl, CEO von General Atomics Europe.
Die Unternehmen haben weitere technische Workshops und bilaterale Gespräche angekündigt, um den fachlichen Austausch mit der Industrie- und politischen Partnern in den kommenden Monaten fortzusetzen.
gwh









