KNDS Deutschland ist von der ARTEC beauftragt worden, 150 Radschützenpanzer Boxer RCT 30 an das deutsche Heer und weitere 72 Boxer RCT 30 an das niederländische Heer zu liefern. Das hat KNDS am 13. November mitgeteilt. Deutschland will die Radpanzer unter dem Namen Schakal in die Truppe einführen. ARTEC (ARmoured vehicle TEChnology) ist ein Joint Venture von Rheinmetall und KNDS Deutschland, das 1999 für die Entwicklung und Herstellung des Gepanzerten Transportkraftfahrzeugs Boxer (GTK) gegründet worden ist.

OCCAR-Auftrag vom 17. Oktober
Am 17. Oktober hat die europäische Beschaffungsbehörde OCCAR beim Boxer-Hersteller ARTEC die Herstellung und Lieferung von 270 GTK Boxer in drei Versionen – 222 Schakal, 38 Boxer Ambulanz und zehn Fahrschulpanzer – in Auftrag gegeben.
KNDS Deutschland teilt sich den Auftrag mit Rheinmetall. Die beiden Muttergesellschaften der ARTEC sind Unterauftragnehmer für die Herstellung der Boxer. Rheinmetall hatte über den Auftrag am 20.Oktober berichtet.
Schakal für die Mittleren Kräfte
Der von KNDS entwickelte Boxer RCT 30 wird das Rückgrat der neu aufgestellten Mittleren Kräfte sein, schreibt das Unternehmen. Die Kombination aus dem erprobten und bereits bei sieben Nationen eingeführten Boxer und dem bewährten 30 Millimeter Turm vom Schützenpanzer Puma, ermöglichen dem Schakal die Bekämpfung von beweglichen Zielen, auch aus der Fahrt heraus. Zudem sei der neue Radschützenpanzer zur Drohnen- und Fliegerabwehr befähigt. Mit dem integrierten Panzerabwehrsystem MELLS (mehrrollenfähiges, leichtes Lenkflugkörpersystem) ist es dem Boxer RCT 30 möglich, auch Kampfpanzer erfolgreich zu bekämpfen. Die Absitzstärke von sechs Soldaten macht den Schakal zum primären Waffensystem der Grenadiere der Mittleren Kräfte.
Die Radschützenpanzer Schakal für Deutschland sollen im Zeitraum von 2027 bis 2031 ausgeliefert werden.
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