Das Softwareunternehmen Auterion, spezialisiert auf autonome Systeme für die Verteidigung, hat in einer Series-B-Finanzierungsrunde 130 Millionen US-Dollar eingeworben. Angeführt wurde die Runde von Bessemer Venture Partners, beteiligt waren zudem Lakestar, Mosaic Ventures und Costanoa Ventures. 25 Millionen US-Dollar stammen als nicht-verwässerndes Kapital aus einem Programm des US-Verteidigungsministeriums.

Mit den neuen Mitteln will Auterion die Weiterentwicklung seiner Plattform AuterionOS und des Verteidigungssystems Nemyx vorantreiben. Beide Lösungen sollen den Einsatz koordinierter Drohnenschwärme in Luft-, Land- und Seeräumen ermöglichen. Nach Angaben des Unternehmens werden die Systeme bereits in der Ukraine genutzt.

Fokus auf Schwarmtechnologie

Lorenz Meier, Gründer und CEO von Auterion (Foto: Auterion)

„Die Zukunft der Kriegsführung ist softwaredefiniert, unbemannt und weiträumig. Die Kunden von Auterion ziehen Lehren aus den Erfahrungen in der Ukraine und wenden diese beim Einsatz von Drohnenschwärmen an. Entscheidende Vorteile auf dem Schlachtfeld werden nicht durch einzelne Drohnen erzielt, sondern durch autonome Massen,“ erklärte Auterion-Gründer und CEO Lorenz Meier.

Auterion setzt auf eine offene Architektur, die Drohnen verschiedener Hersteller in einem gemeinsamen Betriebssystem integriert. Damit sollen Flotten interoperabel steuerbar sein. Ergänzt wird die Software durch das Hardware-Modul Skynode X, das bestehende Plattformen mit Autopilot-, Kommunikations- und Analysefunktionen ausstattet.

Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Arlington, Virginia, sowie Entwicklungszentren in Zürich und München.

ck