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Der Generalunternehmer für den Neubau der australischen Fregatten der Hunter-Klasse, BAE Systems, hat Anschütz mit der Lieferung und Integration von Warship Integrated Navigation and Bridge Systems (WINBS) für das Fregattenprogramm beauftragt.

Nach einer Mitteilung von Anschütz wird das Unternehmen die WINBS unter der Produktbezeichnung Synapsis einschließlich multifunktionaler Konsolen für elektronische Kartendarstellungs- und Informationssysteme für Kriegsschiffe, Schiffsradare sowie zusätzliche Navigationsausrüstung und integrierte Rudermaschinensteuerungssysteme für das erste Los von drei Fregatten der Hunter-Klasse liefern. Zum Lieferumfang gehören auch die Integration mit einem kundenspezifischen Gefechtsführungssystem, kundenspezifisches Engineering, Programmmanagement, Dokumentation und Schulung.

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Designskizze der HMAS Hunter (Grafik: BAE Systems)

Anschütz hat bereits die britischen Fregatten Typ 26, deren Entwurf der Hunter-Klasse zugrunde liegt, mit WINBS ausgestattet und ist am Radar-Ersatzprogramm der australischen Anzac-Klasse beteiligt (ESuT berichtete) und bringt die Erfahrungen in den neuen Auftrag ein.

WINBS ist nach der Beschreibung von Anschütz eine bewährte, hochfunktionelle und effektive Navigationslösung für die Marine. Sie basiere auf einem IMO-konformen integrierten Navigationssystem mit einer eingebetteten Plattform mit offener Architektur, die Daten von Sensoren und Systemen integriert und verarbeitet. Die multifunktionalen Konsolen seien vollständig vernetzt und ermöglichen den Zugriff auf alle Funktionen sowie ein konsistentes maritimes Bild über moderne, standardisierte Benutzeroberflächen.

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Im Rahmen dieses Vertrages ist vereinbart, dass Anschütz die Zusammenarbeit mit der australischen Industrie in den Bereichen Engineering, Produktion und Wartung ausbaut. Die erweiterte Zusammenarbeit mit der australischen Industrie werde dazu führen, dass ein erheblicher Teil des gesamten Auftragswerts an australische Unternehmen fließt. Die Zusammenarbeit mit der australischen Industrie soll auch den Technologie- und Wissenstransfer an die australischen Schiffbauarbeiter sicherstellen.

Die HMAS Hunter ist in Bau und soll – zusammen mit den beiden bisher geplanten Schwesterschiffen – beginnend ab 2027/2028 die Fregatten der Anzac-Klasse ersetzen. Die Hunter-Klasse soll nach Abschluss des Bauprogramms insgesamt neun Fregatten umfassen.

Redaktion / gwh