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Rheinmetall hat auf der International Air Show Kecskemét in Ungarn in der vergangenen Woche mit Blick auf die Modernisierung der ungarischen Streitkräfte Waffen- und Unterstützungssysteme vorgestellt, wie das Unternehmen mitteilt. Im Mittelpunkt standen der Schützenpanzer Lynx KF41, von dem Ungarn 218 Stück bestellt hat, und das aktive Schutzsystem StrikeShield, das Ungarn für den Lynx ausgewählt hat. (ESuT berichtete)

Rheinmetall charakterisiert StrikeShield als dritte und neueste Generation der Rheinmetall Active Defence System (ADS) Technologie, einer speziellen Variante eines Hard-Kill APS-Systems. Bei dem System sind die Sensoren und Gegenmaßnahmen in die Kontur und Architektur des gesamten Fahrzeuges integriert. An Vorteilen hebt Rheinmetall die geringen Emissionen im elektromagnetischen Spektrum und die hohe Reaktionsgeschwindigkeit bei Hinterhalts- oder Multi-Hit-Szenarien hervor.

Für die Peripherie rund um den Schützenpanzer stellte Rheinmetall den HX 8×8 Schwerlasttransporter aus, der als Sattelzugmaschine mit seinem 500-kW-Motor für ein Gesamtzuggewicht von 130 Tonnen ausgelegt und damit für den Transport des Lynx geeignet ist. Schutz und Effektivität insbesondere im infanteristischen Einsatz können durch das digitalisierte Soldatensystem Gladius 2.0 und den erstmals in Europa gezeigte Mission Master XT aus der Familie der autonomen unbemannten Bodenfahrzeuge (Autonomous Unmanned Ground Vehicle, AUGV) gesteigert werden.

Für die Flugabwehr zeigte Rheinmetall das Skyranger-System, das mit verschiedenen Kalibern und gegebenenfalls mit weiteren Effektoren auf Rad- und Kettenfahrzeuge wie dem Lynx oder dem 8×8 Boxer mobil gemacht werden kann.

Messe in Ungarn: Lynx und StrikeShield im Fokus

Mit dem Lynx-Beschaffungsvertrag haben die Vertragsparteien einen Knowhow-Transfer und Produktionsanteile in Ungarn vereinbart. Die damit geschaffene gemeinsame wirtschaftliche Basis könnte womöglich auch für weitere Projekte genutzt werden.

gwh