Im vergangenen Jahr hat Rheinmetall ein Rekordumsatz von zwölf Milliarden Euro erzielt. Davon gingen rund zwei Milliarden Euro auf das Konto der (zivilen) Division Power Systems, deren Verkauf und Umwidmung das Unternehmen im zweiten Quartal 2026 abschließen will. Deshalb wurde der Umsatz der Division aus der Bilanz herausgenommen.
Daher reduziert sich der in der Bilanz ausgewiesene Umsatz des Konzerns auf 9,9 Milliarden Euro, eine Steigerung um 29 Prozent gegenüber 2024. Das operative Ergebnis wuchs um 33 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Mit neuen Aufträgen nahm der Auftragsbestand gar um 36 Prozent auf den Rekordwert von 63,8 Milliarden Euro zu. Das bedeutet eine Auslastung für mindestens sechs Jahre. 94 Prozent der Rheinmetall-Lieferungen gehen in die NATO. In Deutschland verbleiben 34 Prozent.
Kennzahlen der Divisionen
Die Division Vehicle Systems erzielte einen Umsatz in Höhe von fünf Milliarden Euro. Das ist eine Steigerung um 32 Prozent. Als Umsatzträger nannte Rheinmetall Wechsellader-Lkw und den Boxer mit den Varianten MIV für Großbritannien und dem Schweren Waffenträger Infanterie für die Bundeswehr, deren Produktion anläuft. Das Ergebnis konnte 583 Millionen Euro um 27 Prozent verbessert werden. Neue Aufträge für Boxer Schakal, Leopard 2 A8 und HX2-Lkw hielten den Auftragsbestand bei 7,8 Milliarden Euro leicht unter dem Vorjahreswert.
Kennzahlen der Divisionen
Bei der Division Weapon and Ammunition stieg der Umsatz um 27 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Etwas stärker nahm das Ergebnis um 31 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro zu. Mit neuen Aufträgen in Höhe von 6,7 Milliarden Euro steht das Beauftragungsvolumen bei 7,1 Milliarden Euro.
Die Division Electronic Solutions blickt auf einen um 45 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro gestiegenen Umsatz. Als Träger nennt Rheinmetall das Digitalisierungsprogramm TaWAN, die Sprechsätze mit Gehörschutzfunktion für die Bundeswehr und Skyranger- und Skynex-Flugabwehrsysteme für europäische Kunden. Das operative Ergebnis lag mit 366 Millionen Euro sogar um 68 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Das Order-Book der Division erreichte mit 14,2 Milliarden Euro einen Höchstwert. Der Zuwachs beträgt 181 Prozent. Als größte Einzelaufträge nennt Rheinmetall das Digitalisierungsprogramm TaWAN, die Nachbeschaffung des Soldatensystems IdZ-ES sowie das Satellitenprogramm SPOCK1.
Prognose
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 erwartet Rheinmetall eine Umsatzsteigerung um 40 bis 45 Prozent auf bis zu 14,5 Milliarden Euro. Bei zunehmender Profitabilität (operative Marge 19 Prozent) soll das Ergebnis um mehr als die Hälfte auf 2,8 Milliarden Euro steigen.
Gerhard Heiming
















