Geopolitische Spannungen und Cyberangriffe zeigen: In Krisen entscheidet die Hoheit über Daten und Systeme über Handlungsfähigkeit. Digitale Souveränität ist keine IT-Frage, sondern eine sicherheitspolitische Notwendigkeit für Europa, seine Streitkräfte und seine Behörden. 

Cyberangriffe destabilisieren Energieversorgung sowie innere und äußere Sicherheit. Sie zielen darauf ab, Entscheidungsfähigkeit zu untergraben. Darum müssen wir Verteidigung ganzheitlich denken: physisch, digital und organisatorisch. Wer seine Systeme, Daten und Prozesse nicht eigenständig steuern kann, wird im Ernstfall weder reagieren noch führen können.

Digitale Souveränität heißt nicht nur Schutz vor Angriffen, sondern die Fähigkeit, kritische Funktionen im militärischen wie im zivilen Bereich aufrechtzuerhalten. Sie verbindet Sicherheit, Handlungsfreiheit und Innovationskraft, bleibt aber abstrakt, solange sie nicht in konkrete Fähigkeiten übersetzt wird. Entscheidend ist das Wie: in der Architektur, im Betrieb und im täglichen Einsatz.